Dieser Top-Tipp ist eine Bank

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Es gibt Aktien, da gibt es auch mit kritischem Blick kaum etwas auszusetzen. Eine davon haben wir für Sie analysiert. Sie dürfen gespannt sein! (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Wir sind hin und weg. Die heutige Aktie hat uns restlos überzeugt. Was Sie wahrscheinlich verwundern wird, ist dass es sich bei unserem absoluten Top-Favoriten um eine Bank handelt. Wie wir zu unserer Einschätzung kommen und warum die Aktie so aussichtsreich ist, lesen Sie in unserer Analyse. Doch nun der Reihe nach.

Die Bank of America entstand aus der Fusion von BankAmerica und NationsBank im September 1998. Die besonders im Privatkundengeschäft und in der Unternehmensfinanzierung tätige Bank ist mit Zweigstellen in den USA und mit Repräsentanzen in 30 Ländern der Welt vertreten. Wachstum auch durch Akquisitionen von FleetBoston in 2004, MBNA in 2006, LaSalle in 2007, Countrywide in 2008 und Merrill Lynch im Januar 2009.

Aktionäre haben’s gut bei Bank of America

Die Bank of America überzeugte mit operativ guten Zahlen. Die steigende Kreditnachfrage lässt die verzinslichen Forderungen weiter ansteigen. Zudem profitiert die Bank von dem höheren Zinsniveau. Parallel dazu hält Bank of America die Aufwendungen dank der Kostensenkungsprogramme gut im Zaum. So wurde der Vorsteuergewinn im abgelaufenen Jahr um 17% gesteigert.

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Bereinigt um den Einmalaufwand im Zusammenhang mit der US-Steuerreform belief sich der Gewinn auf 21,1 Mrd $. Damit ist  Bank of America dem langfristigen Ziel, eine Rendite von 1% auf die Bilanzsumme zu erreichen, bereits sehr nahe gekommen. Wir gehen davon aus, dass dieses Ziel im laufenden Jahr übertroffen wird. Im Auftaktquartal 2018 verdiente die Bank mit 6,5 Mrd $ so gut wie nie zuvor.

Neben den weiter steigenden Zinseinnahmen profitierte  Bank of America von höheren Provisionen. Damit hat sich die Geschäftslage gegenüber dem 4. Quartal 2017 weiter verbessert. Im Schlussquartal waren die Provisionseinnahmen leicht rückläufig. Zudem erzielte Bank of America weitere Kostensenkungen, während die Steuerquote im Zuge der Steuerreform deutlich geringer ausfiel. Angesichts der guten Ertragskraft soll die Shareholder-Value-Politik fortgeführt werden.

Hier kommt alles zusammen

Mit der deutlichen Erhöhung der Quartalsdividende auf 12 Cent pro Aktie und dem Aktienrückkaufprogramm wurden allein im 1. Quartal insgesamt 6,1 Mrd $ ausgeschüttet. Hochgerechnet auf 1 Jahr errechnet sich ein attraktiver Kapitalrückfluss von 8% der Marktkapitalisierung.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.