Dieses DAX-Schwergewicht bricht Verkaufsrekorde im Reich der Mitte

Die neue Börsenwoche ist gemächlich gestartet.

Nach den leichten Verlusten der Vorwoche versuchte sich der deutsche Leitindex DAX heute an einer moderaten Erholung und stand bis in den Nachmittag hinein leicht im Plus.

Im oberen Mittelfeld des DAX lagen die Papiere von Daimler.

Nachdem die Aktie des Automobilherstellers binnen eines Jahres gut 40% an Wert verloren hat, sehen Analysten nun wieder Licht am Ende des Tunnels.

Derzeit notiert sie fast 5% oberhalb ihres Jahrestiefs (56,92 €) von Ende Mai.

Futter für den Optimismus vieler Analysten lieferte der Autobauer heute selbst mit starken Verkaufszahlen im vergangenen Monat.

Nicht zuletzt dank des Starts der E-Klasse Anfang April stieg der Absatz von Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,9% auf 170.625 Wagen.

Wachstumstreiber Nr. 1 ist weiterhin China

Wie Daimler heute in Stuttgart mitteilte, waren die E-Klasse-Limousine und -Kombi die meistverkauften Modelle. Die Marke Smart legte zudem um 15,1% auf 12.822 verkaufte Wagen zu.

Der primäre Wachstumstreiber ist weiterhin China: Im Reich der Mitte stiegen die Verkäufe der Kernmarke Mercedes-Benz um 38,9%%.

Anders sah es hingegen in den USA aus: Hier musste Mercedes-Benz einen rückläufigen Absatz vermelden.

Doch der Rückgang um ein Prozent ist leicht zu erklären:

Zum einen kommt die E-Klasse hier erst im Sommer auf den Markt – Verbraucher hielten sich entsprechend mit der Order eines auslaufenden Fabrikats zurück. Zum anderen gab es in diesem Mai 2 Verkaufstage weniger als im Mai 2015.

13% mehr Autos verkauft

Auch auf das Gesamtjahr gesehen, bereiten die Daimler-Zahlen Freude. Seit Anfang 2016 konnten die Schwaben weltweit 878.538 Autos verkaufen. Das sind 12,7% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Fundamentaldaten: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7 ist Daimler historisch gesehen weiterhin niedrig bewertet.

Hier zeigt es sich besonders, dass die Aktie des Traditions-Unternehmens deutlich unter dem aktuellen Imageschaden – Stichwort Abgas-Skandal – der gesamten Branche leidet.

Attraktiv ist schließlich auch die äußerst hohe Dividendenrendite von 5,65%. Sie sehen: In Zeiten von Niedrigzinsen bietet sich hier eine ungewöhnlich hohe Rendite-Chance.

6. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Philipp Ley. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt