Dieses neue Rekordhoch riecht besonders gut

Auch in der Schweiz tummeln sich viele Unternehmen, die mehr als einen Blick wert sind.

Zu ihnen gehört u. a. der Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan. Gestern veröffentlichte er seine Zahlen zum 1. Halbjahr 2016 und erfreute damit erneut seine Anleger.

Die Aktie erreichte bei 2.106 Franken ein neues Allzeithoch – seit Herbst 2011 hat sich der Wert der Aktie fast verdreifacht.

Und die Prognosen für einen weiteren Kursanstieg sind gut, auch wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27 mittlerweile äußerst ambitioniert erscheint.

Doch der deutsche Konkurrent Symrise ist mit einem KGV von 31 sogar noch höher bewertet.

Operativer Gewinn steigt um fast 13%

Zu den aktuellen Zahlen: Givaudan konnte in den ersten Monaten 2016 seinen Umsatz um rund 7% auf 2,33 Mrd. Franken steigern.

Der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sprang sogar um fast 13% auf 638 Mio. Franken – das bedeutet eine Marge von 27,3%. Im Vorjahr lag sie noch bei 25,9%. Unter dem Strich legte der Gewinn um 7,6% auf 368 Mio. Franken zu.

Zum starken Wachstum steuerte v. a. der Bereich Riechstoffe bei. Hier stiegen die Verkäufe um fast 10% auf 1,13 Mio. Franken. Hauptgrund war insbesondere die gute Entwicklung in den Schwellenländern, die im Vorjahr zwischenzeitlich schwächelten.

Der Bereich Aromen konnte um 3% auf einen Umsatz von 1,20 Mrd. Franken zulegen. Das Wachstum in den Schwellenländern belegt auch der Blick in die einzelnen Regionen:

Während sich Lateinamerika (+17%) und Asien-Pazifik (+4,8%) positiv entwickelten, stiegen in Nordamerika die Verkäufe lediglich um 0,4% an. In Europa, Afrika und dem Nahen Osten musste Givaudan sogar einen leichten Rückgang um 0,7% hinnehmen.

Seit Jahren stetig steigende Dividende

Traditionell gab Givaudan für das Gesamtjahr keine Prognose ab. Aber: An der Dividenden-Politik mit seit Jahren stetig steigender Auszahlung will Givaudan weiter festhalten.

Neben diesem Punkt beweist auch die mittelfristige Zielsetzung die hohe Verlässlichkeit der Schweizer: Im Zeitraum 2015 bis 2020 will Givaudan im Schnitt jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5% erreichen und damit das Marktwachstum übertreffen.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Genfer sich auf einem sehr guten Weg befinden, diese Zielsetzung auch in diesem Jahr zu erfüllen.

19. Juli 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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