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Basiskonsumgüter sind ein gutes Geschäft – wenn man starke Marken hat. Beiersdorf kann in vielen Bereichen glänzen. (Foto: Lukassek / shutterstock.com)

Wie halten Sie es denn mit Pflegeprodukten? Darf es auch mal eine extravagante Creme mit australischem Algenextrakt sein? Oder lassen Sie an Ihre Haut nur Wasser und Seife? Es gibt ein Produkt, das beiden Gruppen beliebt ist. Die Rede ist von Nivea. Die Feuchtigkeitscreme gehört bei vielen Familien dazu und überzeugt selbst Anhänger exotischer Kosmetik-Produkte.

Für die Herstellerfirma Beiersdorf ist Nivea ein Segen: Stabile Margen und hohe Umsätze bringt das Flaggschiff-Produkt ein. Doch Beiersdorf hat weitaus mehr zu bieten. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt unsere Analyse lesen!

Beiersdorf bleibt auf Wachstumskurs

Der Beiersdorf-Konzern besteht aus der Kernsparte Consumer (NIVEA, 8×4, Eucerin, Labello, La Prairie, Florena und Hansaplast) sowie der Sparte tesa (Klebstofftechnik). NIVEA ist die bedeutendste und gleichzeitig auch älteste Körperpflegemarke der Welt. Unter der Marke tesa werden Klebeanwendungen für industrielle Kunden und Endverbraucher entwickelt und vermarktet. Beiersdorf ist mit rund 150 Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt präsent.

Beiersdorf hat für 2017 durchwachsene Zahlen präsentiert. Der Wachstumskurs konnte aber beschleunigt werden. Der Umsatz stieg um 4,5% auf rund 7,1 Mrd €. Beide Geschäftsbereiche konnten zum Wachstum beitragen. Die klassische Konsumentensparte, zu der auch das Markenportfolio von Nivea zählt, konnte um 3,4% auf rund 5,8 Mrd € wachsen. Damit macht dieser Geschäftsbereich mit Abstand den wichtigsten Teil für die gesamte Konzernentwicklung aus.

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Beiersdorf: Mehr als Nivea

Größere Wachstumsimpulse kommen aber von der Klebstoffsparte tesa. Hier konnte ein Umsatzplus von 9,7% auf rund 1,3 Mrd € erzielt werden. Trotz des Wachstums wurde Beiersdorf aber nicht profitabler. Die operativen Margen stehen unter Druck. Unterm Strich ging der Gewinn um 5,2% auf 672 Mio € zurück. Zukünftig möchte Beiersdorf vor allem vom starken Wachstum in den Schwellenländern profitieren.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Asien und Südamerika. Hier ist der Wohlstand in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Damit steigt auch das Bedürfnis nach Sauberkeit und Hygiene. Diesen positiven Wandel möchte Beiersdorf nutzen, um mit seinem starken Markenportfolio einen großen Teil des Marktes abzudecken.

Dazu setzt Beiersdorf auf seine starken Kernmarken Nivea, Eucerin und Labello. Ähnliche Projekte laufen aber auch bei der Klebstofftochter tesa. Die Tochtergesellschaft hat sich über die Jahre hinweg eine ebenfalls starke Marke aufgebaut, die jetzt entsprechend hohe Renditen erwirtschaftet. Sie sehen, Beiersdorf ist weitaus mehr als nur Nivea. Eine Aktie, die sich immer lohnt, gerade in herausfordernden Marktphasen!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.