Microsoft: Dieses Unternehmen hat Generationen geprägt

Software von Microsoft läuft seit Jahrzehnten auf nahezu allen Computern. Können von dieser Marktstellung auch Anleger profitieren? (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie Ihren ersten Computer ausgepackt, angeschlossen und gestartet haben?

Entweder am Ende des Startvorgangs blinkte ein weißer Cursor auf schwarzem Grund oder ein matt türkiser Desktop animierte dazu, mit der Computer-Maus Programme wie Paint auszuprobieren.

Microsoft war und ist allgegenwärtig

Doch egal wie ihre ersten Gehversuche mit Computern ausgesehen haben, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie schon damals Software von Microsoft auf ihrem PC vorinstalliert hatten.

Noch heute ist der Konzern aus Redmond unangefochtener Spitzenreiter und hat mit Windows 10 ein Betriebssystem auf den Markt gebracht, das zeitgemäß ist und funktioniert.

Doch das Unternehmen hat weitaus mehr zu bieten. Lohnt sich auch die Aktie? Wir haben für Sie den Check gemacht:

Microsoft ist der weltgrößte unabhängige Entwickler von Produkten und Technologien für den Computer.

Die Produkt-Palette umfasst die Betriebssysteme Windows sowie:

  • Office-,
  • Server-,
  • Entwickler-,
  • Homeoffice-,
  • Internet-,
  • Mobile-,
  • Macintosh
  • und PC-Spiele-Software.

Daneben wird Hardware für den PC (Maus, Tastatur, Joystick, Xbox) vertrieben. Zusätzlich betätigt sich Microsoft als Internet-Service-Provider (MSN).

Steigende Umsätze und Gewinne

Microsoft hat im 3. Quartal nicht ganz überzeugt:

Zwar wuchs der Umsatz um 6% auf 23,6 Mrd. $, doch damit weniger stark als vom Markt erwartet. Der Gewinn kletterte dabei um 13% auf 5,7 Mrd. $.

Die Bereiche Intelligent Cloud und Business Processes konnten den Rückgang in der Personal Computing Sparte alelrdings mehr als auffangen:

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Der Bereich Intelligent Cloud zog um 11% auf 6,76 Mrd. $ an, während die Sparte Business Processes ihren Umsatz um 22% auf 8,0 Mrd. $ steigern konnte.

Der Windows-Azure-Umsatz kletterte um 93%.

Hier gibt es nichts zu mäkeln

Im Kampf um Cloud-Kunden kann Microsoft einen bedeutenden Erfolg verbuchen: Gleich mehrere große Unternehmen wechseln in die Azure Cloud.

Demnach wird die UBS (1319) mit ihrer Kern-Plattform dort hinein wechseln.

Zudem arbeitet die UBS mit Microsoft aktiv daran, um Möglichkeiten zu prüfen, weitere Anwendungen in die Azure Cloud zu verlagern.

Mit Maersk wird eine der weltweit größten Schifffahrts-Firmen künftig auf die Azure Cloud und entsprechende Services setzen, um seine IT-Infrastruktur zu modernisieren.

Im Office-Geschäft verzeichnete Microsoft positive Zahlen:

Der Office-Umsatz mit kommerziellen Produkten und Cloud-Services kletterte um 7%, wobei der Office 365-Umsatz um 45% zulegte.

Im Consumer-Bereich legte der Office- und Cloud-Umsatz um 15% zu, wobei die Zahl der Office 365-Abonnenten auf 26,2 Mio kletterte.

Rückläufig war dagegen der Surface-Umsatz rund um Tablet PCs.

Die übernommene LinkedIn steuerte 975 Mio. $ zu den Einnahmen bei, der Gaming- Umsatz zog um 4% an.

Wir sind insgesamt sehr optimistisch. Und auch die Aktie von Microsoft ist ein Evergreen.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.