Apple: Dieses Unternehmen prägt ein ganzes Jahrzehnt

Was gestern noch cool und angesagt war, kann schon morgen out sein.

Zwar erfreuen sich die Produkte mit dem Apfel auch heute noch großer Beliebtheit und überzeugen mit Funktionalität und Design.

Doch ist die Luft für den Konzern, der eine der wichtigsten Erfindungen der vergangenen zehn Jahre gemacht, sicherlich dünner geworden.

Die Konkurrenz ist groß und v. a. aus Asien kommen immer mehr neue Smartphones und andere elektronische Gadgets auf den Markt.

Diese sind oftmals ähnlich gut und schick designt, aber deutlich preiswerter als Produkte von Apple.

Wie halten Sie es mit dem vielleicht bekanntesten Technologie-Konzern der Welt? Sind Sie Fan oder eher kritischer Beobachter?

Während die Frage ob Apple-Produkte gut oder eher schlecht sind eine Glaubensfrage ist, kann man bei der Aktie mit handfesten Argumenten punkten.

Aber der Reihe nach…

Glaubensfrage oder klare Sache?

Apple Inc. designt, produziert und vermarktet PCs und Server sowie Hard-/Software und Kommunikations-Lösungen.

Kunden-Zielgruppen sind primär die Bereiche Bildung, Konsum, Unternehmen.

Die Produkt-Palette umfasst Desktop-Geräte (Macintosh, iMac), Notebooks (iBooks, Titanium), Peripherie-Geräte sowie Multimedia-Geräte und Handys (iPod, iPad, iPhone).

Apple-PCs und das Mac OS X halten eine Sonderstellung im Wintel-Markt (Microsoft-Windows und Intel).

Apple hat im Schlussquartal 2016 weniger umgesetzt als im Vorjahres-Quartal. Die Umsätze fielen um 9%. Das war der 3. Rückgang in Folge.

In China brach der Umsatz sogar um 29,8% ein. Apple verliert offenbar Marktanteile an einheimische Hersteller.

Das Problem, das Apple in China hat, ist leicht zu verstehen: Die Produkte von Apple sind sehr gut, und die Marke des Unternehmens ist stark.

Trotzdem liefern viele chinesische Smartphone-Hersteller ähnliche Produkte und Funktionen zu einem Bruchteil des Preises.

Insgesamt verkaufte Apple erneut weniger iPhones: Der Absatz ging von 48,05 auf 45,51 Mio. Smartphones zurück.

Damit verlangsamte sich zwar der Rückgang im Vergleich zu vorherigen Quartalen, doch der Trend hin zu günstigeren iPhone-Modellen setzte sich auch im 4. Quartal fort:

Die Aktie überzeugt

Apple ist seit Jahren stark abhängig vom iPhone, das für 2/3 der gesamten Umsätze steht. Den Rückgang wollte Apple mit dem iPhone 7 im Weihnachts-Geschäft stoppen.

Auch die Mac-Sparte musste erneut einen Rückgang hinnehmen. Die Verkaufszahlen verschlechterten sich um 14% auf 4,89 Mio. Einheiten.

Den höchsten Umsatz-Rückgang verbuchte jedoch die Sparte „andere Produkte“, zu der neben iPods und Apple TV auch die Apple Watch gehört.

Die Services-Sparte meldete dafür einen Rekord-Umsatz von 6,3 Mrd. $.

Das Umsatz-Plus von 24% wurde durch Internet-Dienste wie iCloud, App Store und iTunes Store sowie AppleCare und Apple Pay generiert.

Im Weihnachts-Quartal traut sich Apple erneut einen kräftigen Umsatz-Zuwachs zu. Wir erwarten eine überdurchschnittliche Entwicklung.

24. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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