Dieses Unternehmen sollten Sie jetzt kennenlernen

Mit welchen Fluglinien sind Sie schon geflogen? Ryanair, easyjet oder Lufthansa waren sicher schon einmal dabei.

Auch Condor, der Ferienflieger der Deutschen, kommt v. a. bei Direktflügen in ferne Feriengebiete zum Einsatz.

Aber kennen Sie Alaska Air? Sollten Sie während der vergangenen Jahre in den USA gewesen sein, haben sie die Flugzeuge der Airline sicher schon gesehen.

Obwohl Alaska Air ein wenig abenteuerlich klingt, handelt es sich dabei keineswegs um holprige Versorgungsflüge zwischen Alaska und dem US-„Festland“.

Warum immer mehr Kunden auf Alaska Air schwören und welche Chancen das Investoren bietet, lesen Sie in unserer Analyse.

Die Alaska Air Group ist die Holding für die beiden Billigflug-Gesellschaften Alaska Airlines und Horizon Air.

Es werden rund 100 Ziele in den USA, Kanada, Mexiko und Costa Rica angeflogen. 2015 wurden 32 Mio. Passagiere transportiert.

Durch die geplante Übernahme von Virgin America würde Alaska Air zur fünftgrößten Fluggesellschaft der USA aufsteigen.

Aufstrebende Fluglinie in den USA

Alaska Air hat seinen Erfolgskurs im 1. Halbjahr fortgesetzt. Die Umsätze wurden um 5% gesteigert, und der Gewinn legte um 15,9% zu.

Die Kapazität wurde um 12% ausgebaut, und es konnten mehr Passagiere gewonnen werden (+7,4%).

Niedrigere Ticketpreise wurden durch niedrigere operative Kosten und insbesondere durch die stark gesunkenen Kerosin-Preise (-31,2%) überkompensiert.

Alaska Air wird sehr gut gemanagt und scheint seine starke Wettbewerbs-Position im Nordwesten der USA weiter auszubauen. Der Konzern erwirtschaftet für eine Fluggesellschaft außergewöhnlich hohe Margen und Renditen.

Bei Alaska Air stimmen die Zahlen!

Die Kapitalrendite verbesserte sich von 22 auf 25,9% und die operative Marge von 22,5 auf 24,9%. Alaska Air überzeugt seine Kunden durch die niedrigen Ticketpreise, aber auch durch seinen starken Service.

Im Ranking des Marktforschungs-Unternehmens J.D. Power belegte die Airline das 9. Jahr in Folge den Spitzenplatz bei der Kunden-Zufriedenheit.

Um seine nationale Reichweite und insbesondere die Präsenz an der Westküste der USA zu stärken, plant der Konzern, Virgin America zu übernehmen.

Die Übernahme soll im 4. Quartal abgeschlossen sein. Unklar ist, ob Virgin als eigene Marke weitergeführt wird, da Virgin eine andere Kultur verkörpert und ein anderes Kunden-Profil anspricht.

Alaska Air hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich seine Ertragskraft gesteigert und seine Bilanz gestärkt.

Mit einem 1-stelligen 2017er-KGV bei einem branchenweit niedrigen Verschuldungsgrad ist Alaska Air attraktiv bewertet; profitiert aber wie alle Airlines aktuell von den sehr niedrigen Kerosin-Preisen.

Die Aktie der Airline ist interessant. Wer von deutschen Fluglinien enttäuscht ist, findet in Alaska Air eine gute Alternative. Hier stimmen die Zahlen!

17. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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