Digitalisierung: In den Unternehmen muss noch viel passieren

Stift Kurse Geld – shutterstock_458336038 William Potter

Heute geht es im Schlussgong um die Digitalisierung in Unternehmen. Ich stelle Ihnen ein Unternehmen vor, das davon profitiert. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Nachdem ich gestern hier im Schlussgong über die Digitalisierung in Behörden berichtet habe, geht es heute um die Digitalisierung in Unternehmen. Denn nicht nur der Staat hat technologische Trends verschlafen, auch viele Unternehmen waren zu langsam. Wir sind das Volk der Tüftler, doch zu viele gute Ideen werden nicht umgesetzt oder wandern ins Ausland ab.

Wenn Sie in diesen Tagen mit Unternehmern aus dem deutschen Mittelstand sprechen, hören Sie auch viel Selbstkritik. Das Eingeständnis: Wir haben uns zu sehr an den Aufschwung nach der Finanzkrise gewöhnt und sind zu träge geworden. Mögliche Schwachpunkte wie die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten wurden selbst während des Handelskonflikts USA versus China nicht in Frage gestellt.

Datenanalyse oft mangelhaft

Auch die Datenanalyse ist oft noch mangelhaft. Die einzelnen Programme und Daten werden nicht zusammen ausgewertet, so dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Gleichzeitig werden die digitalen Daten, die vorhanden sind, nicht ausreichend vor Cyber-Angriffen geschützt. Es lief trotz der Risiken zu gut in den fetten Jahren.

Wer dagegen seine Hausaufgaben erledigt hat, besitzt jetzt per Knopfdruck alle Daten, um zu prüfen, ob die Dienstleister arbeiten, die Lagerbestände aufgefüllt wurden, wo und wie das Personal trotz Corona arbeitet und wie die in dieser Krisenphase knappen Ressourcen optimal eingesetzt werden können.

Corona legt die Schwachstellen schonungslos offen. Die Unternehmen müssen und werden daraus lernen und das Geschäftsmodell fit für die Zukunft machen. Abschließend möchte ich Ihnen noch ein Unternehmen vorstellen, das von der fortschreitenden Digitalisierung in den Unternehmen profitieren wird.

SNP als Digitalisierungsprofiteur

SNP ist ein weltweit führender Anbieter von Transformationssoftware und -services. Das Unternehmen steigerte im vergangenen Jahr den Umsatz um 11% auf 145,2 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) auf 7,0 Mio. Euro und die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) auf 4,8%.

Im Hinblick auf die Corona-Pandemie äußerte sich SNP-Chef Dr. Andreas Schneider-Neureither wie folgt: Die langfristigen Treiber unseres Wachstums sind unverändert intakt. Aktuell sehen wir keine unmittelbaren Auswirkungen auf unserer Geschäft und auch der Auftragseingang hat sich im 1. Quartal 2020 positiv entwickelt. Nicht zuletzt ist davon auszugehen, dass nach dem Ende der akuten Phase der Krise die Digitalisierung ganzer Geschäftsmodelle und damit umfangreiche Transformationen weltweit eher noch mehr im Vordergrund stehen werden als bisher.

Für das laufende Jahr rechnet das SNP-Management, vorbehaltlich noch nicht geplanter Auswirkungen der COVID-19 Pandemie, mit einem Umsatz zwischen 175 und 185 Mio. Euro. Dank des weiter steigenden Anteils des margenstarken Segments Software soll sich die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) auf 6,5% bis 8,5% erhöhen.

Aus meiner Sicht ist die SNP-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau ein spannendes Investment. Mehr Informationen dazu und zu anderen Digitalisierungsprofiteuren finden Sie in meinem Börsendienst Der Depot-Optimierer.

Stift Kurse Geld – shutterstock_458336038 William Potter

Paul Hartmann: Corona-Profiteur hebt Prognose anIm Schlussgong habe ich Ihnen die Paul Hartmann AG als Corona-Profiteur vorgestellt. Jetzt zeigt sich, dass das Unternehmen stark wächst.  › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz