Disney – der unangefochtene Vermarktungsgigant

Walt Disney Micky Maus RED – shutterstock_634622300 Javi Az

Produkte kommen und gehen. Mode ist unbeständig. Aber Figuren? Sie haben Bestand und niemand hat mehr marktfähige Figuren als Disney. (Foto: Javi Az / Shutterstock.com)

Produkte kommen und gehen. Mode ist unbeständig. Aber Figuren? Sie haben Bestand und niemand hat mehr marktfähige Figuren als Disney. Schneewittchen und die sieben Zwerge wurden 1937 veröffentlicht, und Merchandise mit der Figur verkauft sich bis heute. Das gleiche kann man über Aschenputtel (1950), Alice im Wunderland (1951) und Dornröschen (1959) sagen. So ist es leicht verständlich, dass Disney beim Ranking der Handelseinnahmen jeden anderen Markenhalter weit hinter sich lässt.

Ein eisernes Gesetz

Es ist in der Medienbranche ein eisernes Gesetz, das beliebte Figuren aus Büchern, Filmen oder Spielen auf allen Kanälen vermarktet werden. Disney verfolgt dieses Prinzip schon seit Jahren und schafft es wie kein anderer Medienkonzern, sein geistiges Eigentum zu Geld zu machen. Micky und Goofy tapsen nicht nur durch Comics, sondern auch durch Zeichentrickfilme und Freizeitparks. Auch Computerspiele mit den Comichelden gibt es – eine perfekt geschlossene Verwertungskette.

2019 war ein voller Erfolg

Das zurückliegende Jahr war ein voller Erfolg für Disney. Seit der Ankündigung, dass man mit Disney+ auf breiter Front in den Streaming-Sektor einsteigen will und mit dem Launch des Dienstes im November 2019 hat die Aktie seit Anfang 2019 um 31% zugelegt.

Bei den Filmproduktionen beweist Disney seit Jahrzehnten ein gutes Händchen dafür, zu bieten was das Publikum will. Von den 20 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten kommen 12 aus dem Hause Disney, Avatar – Aufbruch nach Pandora wurde von dem übernommenen 20th Century produziert. Die 12 Streifen spielten zusammen über 22 Mrd. $ ein. Mit der Fortsetzung ihres Erfolgs Frozen (Die Eiskönigin) ist Disney ein weiterer Goldgriff gelungen ist, wie die Zahlen zeigen: Der zweite Teil des Animationsfilms hat am ersten Wochenende 350 Mio. $ eingespielt. Zum Vergleich: Der erste Teil hatte an seinem Startwochenende 93 Mio. $ eingespielt.

Die Zahlen kamen besser an als erwartet

Dennoch hat Disney im 4. Quartal trotz erfolgreicher Kino-Produktionen einen Gewinneinbruch erlitten. In den drei Monaten bis Ende September sank der Gewinn um fast zwei Drittel auf 785 Mio. $. Dabei steigerte Disney den Quartalsumsatz – auch dank zugekaufter Geschäftsteile des Rivalen 21st Century Fox – um 34% auf 19,1 Mrd. $. Der Gewinn litt unter dem hohen Investitionsaufwand für den Streaming-Service Disney+. Trotz des Gewinnrückgangs übertrafen die Zahlen die Erwartungen des Marktes. Im Dezember hat das wichtigste neue Fahrgeschäft in Disneys Florida Resort eröffnet. Star Wars: Rise of the Resistance.

Fazit

Es ist schwer sich ein Medienunternehmen vorzustellen, dass nach der Übernahme von Fox noch größer sein könnte als Disney. Oberste Priorität ist jetzt der Aufbau eines robusten Direct-to-Consumer Business. Zudem wird in außergewöhnlichen Content und innovative Technologien investiert, um den Erfolg auf diesem Gebiet voranzutreiben. Als Anleger kommen Sie nicht zu kurz. Eine Dividendenrendite von 1,33% sichert Ihnen einen Ertrag, der weit über dem von Festgeld  oder einer Staatsanleihe liegt.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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