Disney: Ein hochprofitabler Vermarktungs-Gigant

Der König der Löwen (1994), 101 Dalmatiner (1961), Bambi (1942) oder Schneewittchen und die 7 Zwerge (1937) sind nur einige der Filme, die das Disney-Universum prägen.

So gut wie jeder kennt diese Klassiker.

Das margenstarke Geschäft mit unsterblichen und unverwechselbaren Figuren wie Micky Maus und Goofy wird sich noch viele weitere Jahre positiv entwickeln.

Margen auf Rekordhoch

Das Management hat sich in den vergangenen Jahren auf die Steigerung der Renditen fokussiert – mit Erfolg: Der Umsatz wächst überproportional zu den Kosten.

Während die Eigenkapitalrendite im Jahr 2010 noch bei 10,6% lag, verdoppelte sie sich auf 21,7% im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Von dieser Entwicklung profitieren v. a. die Aktionäre; die Dividende ist im selben Zeitraum um mehr als das 3-fache auf 1,42 $ pro Aktie gestiegen.

Besonders positiv hat sich der Cashflow entwickelt: Nach einem Anstieg von 11,5% im Vorjahr kletterten die Zahlungs-Eingänge im Jahr 2016 um 21,1% auf 13,2 Mrd. $.

Ein großer Teil der liquiden Mittel wurde für Investitionen und Übernahmen aufgewendet.

Die Eigenkapital-Ausstattung ist im Geschäftsjahr 2016 zwar leicht zurückgegangen, mit einer Eigenkapitalquote von über 51% ist Disney jedoch nach wie vor sehr krisensicher finanziert.

Geschicktes Akquisitions-Management…

Neben dem organischen Wachstum sorgen strategische Zukäufe für einen nachhaltigen Produkt-Mix. Dabei hat die Unternehmens-Führung Fingerspitzengefühl bewiesen.

Die letzten Zukäufe stellten sich als äußerst profitabel heraus. Nach der Übernahme des Zeichentrick-Studios Pixar im Jahr 2006 wurde wenige Jahre später das Comic-Haus Marvel erworben.

Damit akquirierte Disney bekannte Filmmarken wie Findet Nemo, Die Monster AG oder Spiderman und Captain America.

Das Filmstudio Lucasfilm, das hinter der Star-Wars-Reihe steht, ist seit 2012 ebenfalls Teil des Disney- Imperiums.

…und erfolgreiche Integrations-Politik

Mit Übernahmen allein ist der Erfolg jedoch noch nicht besiegelt; die Integration in die eigene Unternehmens-Kultur ist ein wesentlicher Bestandteil.

Das beste Beispiel für eine gelungene Übernahme ist die Verwertung der Star-Wars-Marke: Der Film – Das Erwachen der Macht – stieg zum erfolgreichsten Kinohit aller Zeiten auf.

Als Faustregel gilt: 1 $ an der Kinokasse ergeben 5 $ Merchandise-Einnahmen.

Innerhalb von nur 3 Monaten nach dem Kinostart generierte Disney mehr als 3 Mrd. $ Umsatz durch den Verkauf der Fanartikel.

Der operative Gewinn im Kabelgeschäft gab allerdings um 7 bzw. 13% nach. Ursachen sind sinkende Werbe-Einnahmen und Nutzerschwund.

Das Management hat jedoch reagiert: Im vergangenen Jahr wurde der Streaming-Dienst Bamtech für 1 Mrd. $ erworben.

Die Inhalte des Sportsenders sollen mit dem Streaming- Angebot von Bamtech Neukunden anlocken und Bestandskunden halten.

Ich bin davon überzeugt, dass weitere Schritte eingeleitet werden, um die hohe Profitabilität der TV-Sparte zu sichern.

Fazit

Der Medien-Konzern ist besser aufgestellt als je zuvor. Die Eröffnung des 1. Disney-Parks in China ist ein Meilenstein in der Unternehmens-Geschichte.

Die TV-Sparte ist zwar aufgrund der wachsenden Online-Konkurrenz angeschlagen, das Management ist jedoch bereits aktiv.

2016 war das 7. Jahr in Folge mit Rekord-Ergebnissen. Disney ist ein Qualitäts-Unternehmen, das auch in schwierigen Jahren überzeugt.

Vieles spricht dafür, dass die Erfolgsgeschichte noch weitere 100 Jahre fortgeschrieben wird…

7. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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