Dividenden-König hat alles im Griff

Für Dividenden-Anleger ist sie schon fast ein Evergreen: Die Aktie von Nestlé besticht seit Jahren durch eine solide Entwicklung und eine gleichsam starke Dividende. Doch sind Aktien kein Sparbuch.

Es lohnt sich für Anleger, ab und an mal ins Innere der Unternehmen zu gucken. Ist das Geschäft nachhaltig? Wird die Dividende auch wirklich erwirtschaftet? Wie steht es in Zukunft um das Geschäft? Fragen, die unsere ausführliche Analyse beantworten soll.

Doch zunächst zum Unternehmen. Nestlé ist der größte Schweizer Industriekonzern und weltweit die Nummer 1 unter den Nahrungsmittelherstellern. Die Palette der Markenartikel umfasst Getränke, Milch- u. Diätprodukte, Babynahrung, Zerealien, Schokolade, Süßwaren, Konserven, (Tiefkühl-) Fertiggerichte, Tierfutter.

Starke Zahlen von Nestlé

Dank eines starken 4. Quartals lag Nestlé mit seinen Jahreszahlen im Rahmen der Erwartungen. Bei einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau ist der Gewinn um 44,3% gestiegen.

Geholfen haben der Verkauf von L’Oréal-Anteilen und die Neubewertung der Galderma-Beteiligung. Organisch ist Nestlé um 4,5% gewachsen, verfehlte damit aber erneut den Zielkorridor von 5 bis 6%. Die operative Marge hat sich aber von 15,2 auf 15,3% verbessert. Im laufenden Jahr strebt der Konzern ein organisches Wachstum von 5% und weitere Margenverbesserungen an.

Aktienrückkauf und Dividenden-Anstieg

Vor allem in China und den USA hat sich das Wachstum abgeschwächt. In China hat sich das Konsumentenverhalten geändert. Besonders die Nachfrage nach Fertiggerichten lässt nach. Zudem ist das Geschäft mit Babynahrung nicht mehr so einträglich, da Nestlé staatlich gezwungen wurde, die Preise zu senken.

In den USA sind es Tiefkühlprodukte und Süßigkeiten, die aufgrund eines neuen Gesundheitsbewusstseins nicht mehr so stark gefragt sind. Der Konzern reagiert jetzt mit qualitativ besseren Produkten ohne künstliche Aromen und Farbstoffe.

Nestlé hat in einem herausfordernden Umfeld solide Ergebnisse erzielt und ist im Nahrungsmittel-Bereich immer noch profitabler als Konkurrenten wie Unilever oder Kraft. Auch die Aktionäre kommen nicht zu kurz. D

er Konzern hat im letzten Jahr für 1,65 Mrd SFr eigene Aktien zurückgekauft und will die Dividende auf 2,20 SFr pro Aktie erhöhen. Die Franken-Aufwertung hat nur geringe Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung, weil Nestlé im Wesentlichen dort produziert, wo auch verkauft wird.

Nestlé wird auch weiter ausschütten

Mit einer Dividenden-Rendite von 2,9% ist die Aktie noch immer eine gute Wahl für Dividenden-Anleger. Und auch die anderen, zu Anfang gestellten Fragen kann man bei Nestlé positiv beantworten.

Der Nahrungsmittelkonzern setzt Innovationen um und stellt die Weichen für die Zukunft. Auch in den nächsten Jahren wird Nestlé eine attraktive Dividende ausschütten.

7. April 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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