Dividendenstar Royal Dutch Shell

5,4 % Dividendenrendite und seit 73 Jahren keine Dividendensenkung - Mega-Aktienrückkaufprogramm sichert den Aktienkurs ab. (Foto: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen ein Unternehmen vorstellen, das Ihnen sicherlich bekannt ist, nicht nur durch das Tankstellennetz. Denn Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M, ISIN GB00B03MLX29) zählt weltweit zu den größten Energieunternehmen im Bereich Mineralöl und Erdgas. Der Branchenriese ist an Explorations- und Förderprojekten in mehr als 70 Ländern beteiligt und zählt zu den weltgrößten Händlern von Kraft- und Schmierstoffen.

Umsatzsteigerung und Gewinnverdopplung im Jahr 2017

Die Geschäfte laufen glänzend: Im Jahr 2017 verdoppelte sich der Gewinn des Öl- und Gasmulti und legte um +119 % auf 15,8 Mrd. USD zu. Auch der Umsatz stieg um +31 % auf 305 Mrd. USD nach 233,6 Mrd. USD im Vorjahr. Dass es im letzten Jahr mit dem Ölpreis ordentlich bergauf ging war für den britisch-niederländischen Konzern ein regelrechter Segen. Die positive Entwicklung dürfte sich aufgrund der hohen Ölpreise auch 2018 weiter fortsetzen. Analysten rechnen für das laufende Jahr mit einem Umsatzanstieg von 305 auf 350 Mrd. USD und einen Anstieg des Nettogewinns von 2,70 USD (ca. 2,29 Euro) je Aktie.

5,4 % Dividendenrendite und enormes Aktienrückkaufprogramm

Europas größter Ölkonzern hat die Dividende seit dem Jahre 1945 d.h. seit 73 Jahren (!) ausschließlich erhöht oder stabil gehalten und nicht mehr gesenkt. Aktuell zahlt der Konzern eine Quartalsdividende in Höhe von 0,47 USD (umgerechnet rund 0,40 Euro) je Aktie aus. Aufs Jahr gerechnet beträgt die Dividende damit 1,60 Euro und ergibt bezogen auf den aktuellen Aktienkurs der A-Aktie von 29,44 Euro eine satte Dividendenrendite von 5,4 %.

Vor wenigen Wochen bestätigte Europas größter Ölkonzern zudem das im Jahr 2015 angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von mindestens 25 Mrd. USD im Zeitraum von 2017 bis 2020. Dieses wird die Nachfrage nach der Aktie ebenfalls befeuern bzw. den Gewinn je Aktie durch die verringerte Aktienzahl entsprechend erhöhen.

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Zwei unterschiedliche Aktienklassen

Die Aktien von Royal Dutch Shell sind in die Klassen A (ISIN: GB00B03MLX29) und B (ISIN: GB00B03MM408) aufgeteilt. Beides sind gleichwertige Aktien, die sich in Art und Umfang der Aktionärsrechte wie Stimmrecht und Dividendenanspruch komplett entsprechen. Der Unterschied besteht lediglich in der steuerlichen Behandlung der ausgeschütteten Dividenden. Die Aktien der Klasse A unterliegen niederländischem Steuerrecht und damit einem Quellensteuerabzug von 15% auf die Dividendenausschüttung.

Die Aktien der Klasse B unterliegen hingegen britischem Steuerrecht und haben daher keinen Quellensteuerabzug auf die Dividende zur Folge. Da die niederländische Quellensteuer von 15%, voll auf die Kapitalertragsteuer-Schuld eines deutschen Anlegers anrechenbar ist, sind die steuerlichen Folgen bei der Dividendenzahlung bei beiden Aktienklassen gleich. Daher sollten Sie gegebenenfalls in die etwas günstigeren A-Aktien investieren.

Konservative Aktie für Dividendenjäger

Unter den Ölmultis steht für uns Royal Dutch Shell an erster Stelle. Denn der Wert ist durch die starke Bilanz, die verlässlich hohe Dividende und das enorme Aktienrückkaufprogramm relativ gut gegen Kursschwankungen abgesichert. Bei weiteren Ölpreisanstiegen besteht nach oben dennoch ein erhebliches Kurssteigerungspotenzial. Mit einer Dividendenrendite von 5,4 % ist die Aktie weiterhin sehr günstig bewertet und sowohl für konservative Anleger, als auch für Dividendenjäger geeignet.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.