Dividendentitel als bessere Investmentstrategie zu Zinsprodukten

Heute werde ich Ihnen darstellen, wie Sie mit Dividendentiteln nicht nur eine höhere Rendite erzielen, sondern dabei auch noch genauso ruhig schlafen, wie wenn Sie Ihr Geld in festverzinsliche Wertpapiere investiert haben.

Mit Sicherheit sind Sie bei Ihren Börsenrecherchen schon einige Male auf den Begriff Dividendentitel aufmerksam geworden. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Ab wann ist eine Aktie überhaupt ein attraktiver Dividendentitel?

Was steckt hinter der Dividendenrendite?

Für die Dividendenrendite gibt es viele Definitionen, doch die häufigste Berechnung ergibt sich aus der Division der ausbezahlten Dividende durch den aktuellen Aktienkurs, multipliziert mit 100.

Dies zeigt Ihnen die Verzinsung des investierten Aktienkapitals je Aktie in Prozent an. Für die Berechnung ihrer eigenen Dividendenrendite verwenden Sie ihren Einstiegskurs.

Von einem Dividendentitel spricht man, wenn die jährliche Rendite deutlich über dem aktuell gültigen risikolosen Zinssatz und zugleich über dem Niveau anderer Aktien aus beispielsweise einem Index wie den DivDAX liegt.

Sind die dividendenstärksten Aktien des DAX die besten Investments?

Im DivDAX sind die 15 stärksten Dividendenwert des DAX enthalten. Zum heutigen Stichtag (18.06.2013) stellen Sie fest, dass folgende Dividendenwerte diesen Index deutlich dominieren:

  • RWE AG: 7,56%
  • Deutsche Telekom AG: 6,03%
  • E.ON SE: 5,58%

Diese drei dividendenstarken Aktien bieten die höchste „Grundverzinsung“. Doch beachten Sie bei Ihrem Investment auch, dass diese drei Aktien im vergangenen Jahr zu den schlechtesten Performern im DAX zählten, was die Kursentwicklung anbelangt.

Die absolute Dividendenrendite allein ist kein verlässliches Auswahlkriterium

Manche Unternehmen schütten dabei Geld an ihre Aktionäre aus, das sie operativ nicht eingenommen haben. Das Geld wird dabei von der Unternehmenssubstanz entnommen. Konzentrieren Sie sich also auf Aktien die nachfolgende Kriterien erfüllen:

Ausschüttungsquote

Neben der Höhe der Dividendenrendite ist die Ausschüttungsquote ein wichtiges Kriterium. Sie gibt an, wie viel Prozent des Jahresüberschusses des Unternehmens in Form der Dividendenzahlung an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Für die Berechnung setzen Sie die aktuelle Dividende ins Verhältnis zum erwirtschafteten Gewinn.

Je niedriger die Quote, umso größer ist der Anteil, der in die Gewinnrücklagen eingestellt wird. Eine niedrigere Ausschüttungsquote sorgt für eine höhere Eigenkapitalquote und folglich mehr Sicherheit für das Unternehmen.

Gleichzeitig stehen die einbehaltenen Beträge auch für spätere Wachstumsfinanzierungen zur Verfügung, die zu Kurssteigerungen führen können.

Dividende und Einbehaltungsquote sollten in einer gesunden Balance zueinander stehen. Eine Faustformel gibt es dafür nicht, aber grundsätzlich lässt sich sagen, je geringer das Wachstumspotenzial eines Unternehmens ist, desto höher sollte die Dividende ausfallen.

Denn, wenn ein Unternehmen Wachstumspotenziale aufweist, dann kann es das Geld eventuell besser investieren und damit Wachstum generieren und sollte es in diesem Fall nicht ausschütten.

Dividendenwachstum

Über die Jahre hinweg steigende Dividendenzahlungen werden von den Aktionären belohnt. Sie verlaufen parallel zu den Kursgewinnen, denn sie deuten auf ein solides Unternehmen mit einem erfolgreichen Geschäftsmodell hin.

Dividendenkontinuität

Hat ein Unternehmen über Jahre hinweg eine kontinuierlich stabile oder gar steigende Dividende ausgeschüttet, zeigt es Ihnen Stabilität und spricht besonders für das operative Geschäft des Unternehmens. Gleichzeitig schafft es somit Vertrauen für die Aktionäre.

Dividendentitel stehen für Kurssicherheit

Ein Dividendentitel steht für Zuverlässigkeit. Wenn die aufgezählten Kriterien erfüllt sind, können Sie davon ausgehen, dass es sich um ein solides und nachhaltig wachsendes Unternehmen handelt.

Außerdem ist es dabei besonders wichtig, dass die Unternehmen auch in schwierigen Börsenzeiten an ihrer bisherigen Dividendenpolitik festhalten können und dies auch tun.

Fazit: Unternehmen mit soliden und kontinuierlich steigenden Dividenden als Erfolgsfaktoren für Ihr Depot

Beachten Sie bei Ihrem nächsten Investment  die dargestellten Faktoren. Sie werden feststellen, wachsende Dividenden lassen sie nachts ruhiger schlafen.

Werfen Sie in diesem Zusammenhang doch mal einen Blick auf Nebenwerte wie Gerry Weber oder Fuchs Petrolub.

25. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Felix Gode. Über den Autor

Felix Gode hegt eine langjährige Leidenschaft für die Börse. Er studierte Wirtschaftsrecht an der Hochschule Pforzheim und der California State University in Chico/USA.

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