DMG Mori-Aktie: Verlustrisiko stark begrenzt

Wenn Sie sich wundern, dass Sie schon lange nichts mehr vom Werkzeugmaschinen-Bauer Gildemeister gehört haben, dann liegt das daran, dass die Bielefelder sich in DMG Mori umbenannt haben.

Nach der Mehrheits-Übernahme durch die japanische DMG Mori nahm die Braut den Namen des Werbers an.

Inzwischen ist aus einer mehrjährigen Partnerschaft eine stabile Ehe geworden.

Der Großaktionär hat seinen Anteil an Gildemeister auf über 75% aufgestockt und beschloss nun mit dem Übernahme-Kandidaten einen Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag.

Großaktionär kassiert den kompletten Gewinn – verpflichtet sich aber auch zum Verlust-Ausgleich

DMG Mori hatte bereits vor einigen Wochen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag angekündigt.

Der Vertrag ist bilanziell für den Großaktionär sehr wichtig und ermöglicht es ihm, den Übernahme-Kandidaten Weisungen zu erteilen. Zudem erhält er den kompletten Gewinn.

Im Gegenzug verpflichtet er sich, für eventuell anfallende Verluste gerade zu stehen. Der Vertrag berücksichtigt auch die Interessen der Minderheits-Aktionäre. Diesen wird angeboten, ihre Aktien zu 37,35 € an den Großaktionär abzugeben.

Investoren, die von dem Angebot kein Gebrauch machen möchten, wird eine jährliche Ausgleichszahlung von 1,03 € netto angeboten.

Garantie-Dividende enttäuscht: Aktie Schlusslicht im MDAX

An der Börse sorgte die Mitteilung für ein wenig Enttäuschung. Die Aktie des MDAX-Unternehmens verliert in einem leicht schwächeren Markt knapp 5%.

An der Abfindungs-Zahlung liegt es jedoch wahrscheinlich nicht. Der Großaktionär übernahm vor 1,5 Jahren zu 30,55 € die Mehrheit bei DMG Mori. Der jetzige Preis liegt über 20% darüber.

Die jährliche Ausgleichs-Zahlung hätte dagegen ruhig ein wenig höher ausfallen können. Überwiesen werden soll den Minderheits-Aktionären eine Gewinn-Beteiligung von 1,03 € jährlich.

Im Vorjahr lag der DMG-Gewinn allerdings bei 1,90 € und die durchschnittliche Gewinnschätzung in den kommenden beiden Jahren liegt ebenfalls deutlich über der Ausgleichszahlung.

Weiteres Verlustrisiko auf 7,7% begrenzt

Durch den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrags verändert sich das Chance-Risiko-Profil der Aktie deutlich.

Ausgehend vom aktuellen Kursniveau von 40,45 € ist das Investitions-Risiko derzeit auf 7,66% beschränkt, da Sie ja die Aktie zu 37,35 € an den Großaktionär abgeben können.

Dafür erhalten Investoren die Chance auf Kurssteigerungen und eine vertraglich garantierte „Dividendenrendite“ von 2,55%, unabhängig davon, ob das Unternehmen Gewinne schreibt oder nicht.

In der aktuellen Niedrigzins-Phase nicht uninteressant (keine Kaufempfehlung).

DMG-Aktie Teil der Übernahme-Gewinner Sicherheits-Strategie

Die DMG Mori-Aktie ist seit langer Zeit Teil meines Börsendienstes „Der Übernahme-Gewinner“. Aktuell befinden sich 4 Aktien mit Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag in meinem Sicherheits-Depot.

Die Strategie ist, mit Hilfe des Sicherheits-Depots in Krisenphasen Vermögen zu erhalten. Sollte sich die Börsenstimmung eintrüben, werde ich für meine Leser den Sicherheitsanteil von aktuell 20% weiter hochfahren.

Stellt sich heraus, dass der Markt weiter nach oben will und nimmt das Übernahme-Geschäft weiter Fahrt auf, werde ich in dem Depot Rendite-Turbo reagieren. Sie sehen: Die Übernahme-Strategie funktioniert in allen Marktphasen.

30. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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