Do-it-yourself zu mehr Rendite?

Selbst ist der Mann! Vor allem in Zeiten niedriger Zinsen und des Immobilien-Booms entsinnen sich wieder viele Deutsche auf das Heimwerken.

Da werden Tapeten erneuert, Böden verlegt oder das Bad neu gefliest.

Inzwischen geht der Heimwerker-Wahn sogar so weit, dass selbst vor Mauerdurchbrüchen nicht mehr Halt gemacht wird.

Angesagt ist, was Haus oder Wohnung schöner macht und die Lebensqualität steigert. Immer öfter versuchen sich die Deutschen selbst an diesen Arbeiten.

Und wenn im Haus nichts mehr zu tun ist, ist eben der Garten dran. Ähnlich ist der Trend auch in den USA.

Auch dort ist der Immobilienmarkt wieder in Schwung gekommen. Das Pendant zu Bauhaus, Hornbach und Co. ist dort Home Depot.

Mehr Gewinn bei Home Depot

Home Depot (HD) wurde 1978 gegründet und ist die größte Baumarktkette weltweit und einer der größten Einzelhändler der USA.

2.269 Filialen werden in den Vereinigten Staaten, in Kanada und in Mexiko betrieben. Dazu gibt es rund um die Uhr den Online- und Versandhandel.

Mit seinem umfangreichen Produkt- und Warensortiment ist Home Depot hauptsächlich auf den „Do-it-yourself-Markt“ ausgerichtet.

Der florierende US-Häusermarkt kommt den Baumärkten zugute. 2014 hat HD seinen Umsatz um 5,5% auf 83,2 Mrd $ erhöht und damit seine zuvor abgegebene Prognose von 4,8% übertroffen.

Der Konzern konnte dabei alle Einzelquartale mit Umsatzsteigerungen abschließen; der deutlichste Zuwachs wurde mit 8,3% im 4. Quartal erreicht.

Die Ergebnisse sind sowohl im letzten Quartal als auch im Gesamtjahr noch stärker gestiegen als der Umsatz.

So legte das operative Ergebnis im Gesamtjahr um rund 14% auf 10,5 Mrd $ zu. Unterm Strich konnte der Gewinn mit 6,3 Mrd $ sogar um knapp 18% verbessert werden. Zu dem Gewinnsprung hatte auch ein Verkaufserlös beigetragen.

Aktie weiter interessant

HD profitierte auch davon, dass die Amerikaner wegen der verbesserten Jobsituation mehr Geld für den Bau und die Renovierung ihrer Häuser ausgaben.

HD konnte auch im 1. Quartal den Gewinn nach oben schrauben. Ausgaben für Reparaturen nach den heftigen Schneestürmen in den USA im Winter haben das Geschäft belebt.

Der Gewinn stieg um 14,5% auf 1,58 Mrd $. Der Umsatz kletterte mehr als 6% auf knapp 20,9 Mrd $.

Nach dem überraschend guten Start rechnet HD mit einem besseren Jahresverlauf. Beim Umsatz erwartet der Branchenprimus ein Wachstum biszu 4,8%.

Für 2015 sind zudem 6 neue Märkte geplant. Aktuell betreibt die Baumarktkette 2.269 Filialen in den USA, Kanada und Mexiko.

HD legte zugleich ein ausgeweitetes Aktienrückkaufprogramm auf. Dessen Volumen soll bei 18 Mrd $ liegen und ersetzt ein Programm aus dem Jahr 2013. Wir erwarten weiterhin eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.

30. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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