Dollar-Crash: USA mit größtem Handelsbilanz-Minus seit 2008

Die schwache Handelsbilanz wird den US-Dollar immer mehr unter Druck setzen. Die Position als Weltleitwährung ist in Gefahr. Hier mehr dazu: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Wie das amerikanische Handelsministerium jetzt bekanntgab, wiesen die USA im 2. Quartal 2017 mit über 123 Mrd. Dollar das größte Handelsbilanz-Defizit seit der Finanzkrise 2008 auf.

Das bedeutet, dass die USA in diesem Zeitraum um 123 Mrd. Dollar mehr Waren importierten als sie exportierten.

USA können ihr Handelsbilanz-Defizit nicht ewig vor sich herschieben

Automatisch ist mit solch einem Defizit eine weiter steigende Auslands-Verschuldung verbunden, da das Defizit überwiegend durch Kredite finanziert wird.

Nun schiebt das Land dieses Defizit schon seit längerer Zeit vor sich her, aber so kann es nicht ewig weitergehen – das hat die Geschichte immer wieder gezeigt…

Die USA müssen die eigene Wirtschaft stärken, damit wieder mehr Exporte möglich sind – dumm nur, dass viele US-Produkte auf dem Weltmarkt nicht besonders hoch angesehen sind.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Automobil-Industrie:

Die großen, nicht mehr zeitgemäßen US-Fahrzeuge werden auf dem Heimatmarkt gut verkauft. Doch im Ausland haben etliche US-Marken ihre Aktivitäten sogar komplett eingestellt.

Dollar verliert an Bedeutung – Status als Weltleitwährung in Gefahr

Grundsätzlich sehen Sie an dieser Entwicklung im Devisen-Bereich, dass nicht nur der Euro mit seiner internen Verschuldung Probleme hat

Nein, auch die „Weltleitwährung“ US-Dollar gerät zunehmend in die Klemme.

Die Geschichte zeigt jedoch deutlich, dass jedes langfristige Handelsbilanz-Defizit früher oder später zu einem Crash der Währung führt.

Gleichzeitig sehen Sie daran, dass der Dollar im Kurs deutlich überbewertet ist.

Der aktuell hohe Dollarkurs lässt sich nur deshalb halten, weil Rohstoffe nach wie vor – und hier v. a. Öl – in Dollar gehandelt werden.

Doch dieses Monopol des Dollars, als „Petrodollar“ zu fungieren, wird immer stärker untergraben.

Zuletzt hatte China angekündigt, schon bald Öl außerhalb des Dollars über eine eigene Ölbörse handeln zu wollen.

Damit wird zusammen mit dem enormen Leistungsbilanz-Defizit die Luft für den Dollar immer dünner und ein Devisen-Crash zunehmend wahrscheinlicher.

Ich rate bei Fremdwährungen zu Valuten

Das ist der Grund, warum ich Ihnen den US-Dollar keinesfalls als Alternative für den Euro empfehlen kann.

Deshalb rate ich bei Fremdwährungen zu Valuten, die unabhängig von Dollar und Euro sind. Nur so können die Fremdwährungen auch tatsächlich stabil sein.

Dabei ist die Auswahl in diesem Segment nicht besonders groß.

Viele Währungen wie der kanadische Dollar oder der australische Dollar fallen als Alternativen weg. Hier ist die Abhängigkeit von den Rohstoff-Preisen zu groß.

Das macht diese Fremdwährungen zu anfällig. Welche Fremdwährungen dennoch attraktiv sind, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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