Donald Trump: Das ist die Bilanz aus Anlegersicht

Seit einem Jahr ist Donald Trump als US-Präsident aktiv. Gerade auch aus Anlegersicht hat diese Zeit einige spannende Aspekte geliefert. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Auch wenn es uns allen viel länger vorkommt: Donald Trumnp ist in diesen Tagen erst seit einem Jahr im Amt. In der Zeit ist extrem viel passiert – jedenfalls medial hat Donald Trump für sehr viel Wirbel gesorgt. Wenn es dann tatsächlich darum geht, was denn als zählbarer Erfolg seiner Amtszeit bisher übrig bleibt, dann ist das nicht viel.

An den Finanzmärkten hat aber zuletzt die Steuerreform für viel Wirbel gesorgt – und die Kurse klar angetrieben. Gleichzeitig hat der US-Dollar in den vergangenen Monaten im Verhältnis zum Euro deutlich an Wert verloren.

Das ist erst einmal positiv für die US-Unternehmen, denn bei einem schwächeren Dollarkurs werden US-Waren für das Ausland attraktiver – zumindest vom Preis her. Ob das aber allein ausreicht, um den US-Export anzukurbeln wird sich noch zeigen müssen.

Klar ist aber auch: Donald Trump ist in seinem Verhalten schwer einzuschätzen – doch die Finanzmärkte haben darauf zuletzt sehr gelassen reagiert. Und das ist eine gute Entwicklung, denn auch der Einfluss eines US-Präsidenten ist irgendwie begrenzt.

Trump sei Dank: Aktien haben Gold klar abgehängt

Und wenn ich jetzt auf die Entwicklung des Goldpreises in den vergangenen 12 Monaten schaue, fällt mir eins ganz klar auf: Grundsätzlich ging es nach oben mit einem Plus von mehr als 10% – aber die Schwankungen waren doch deutlich größer als am Aktienmarkt. Und dort ging es auch viel stärker nach oben. Beispiel S&P500 Index: Der hat eine 12-Monats-Perfoprmance von knapp 23% und das mit extrem kleinen Schwankungen. Es bleibt wirklich spannend für den weiteren Jahresverlauf – denn die Aktienkurse notieren auf Rekordniveau und der Goldpreis ist noch weit davon entfernt.

Grundsätzlich möchte ich aber zum Phänomen Donald Trump noch sagen: Viele von uns mussten in den vergangenen 12 Monate umdenken – da schließe ich mich gerne ein. Bevor Trump ins Weiße Haus einzog dachte ich noch: Das wird sich alles wieder beruhigen – wenn er erst die Würde des Amtes spürt.

Nun, wir wissen alle: Es ist viel schlimmer gekommen als gedacht. Trump führt die mächtigste Volkswirtschaft der Welt wie eines seiner Unternehmen. Wer nicht mitmacht, wird einfach ausgetauscht. Hinzu kommen massive Entgleisungen, die dem Amt überhaupt nicht entsprechen.

Aber in Umfragen wird US-Präsident Donald Trump noch immer massiv unterstützt. Das sagt uns viel über das Stimmungsbild in den USA. Wer einfache Antworten bietet, wird aktuell bevorzugt. das gilt auch für viele europäische Länder. Eins wird es 2018 bestimmt nicht mit Donald Trump: Langweilig. Aber auf die vielen Überraschungen hätte ich bis jetzt schon gerne verzichtet.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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