Donald Trump kann den Goldpreis weiter anschieben

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Sollte es schon Ende der Woche zum erneuten Regierungsstillstand in Washington kommen, könnte das den Goldpreis weiter anschieben. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Die Märkte haben sich in den vergangenen Tagen etwas beruhigt. Das gilt vor allen Dingen auch für Gold. Aber in den kommenden Tagen kann sich das ändern. In dieser Woche stehen einige wichtige Veröffentlichungen und auch maßgebliche Ereignisse an.

Ganz entscheidend ist hierbei der Blick auf einen weiteren möglichen Regierungsstillstand in Washington. Hier hatte es vor kurzem nur einen Aufschub gegeben. Am 15. Februar läuft jetzt die Frist ab, bis zu der es eigentlich eine Lösung geben müsste. Wie Sie wissen, möchte US Präsident Donald Trump eine Mauer zu Mexiko bauen und die Demokraten lehnen das ab.

Derzeit sieht es eben nicht so aus, als ob sich die Positionen angleichen würde. In der Konsequenz ist ein möglicher weiterer Regierungsstillstand möglich. Und Donald Trump hat noch die Möglichkeit seine letzte Trumpfkarte zu ziehen: Dazu müsste er den nationalen Notstand ausrufen.

Trump kann sogar noch den nationalen Notstand ausrufen

Wie Sie sich vorstellen können, hat das Ansehen des aktuellen US Präsidenten auch so schon massiv gelitten. Seine Fans stehen weiter geschlossen hinter ihm. Doch die Unterstützung selbst bei weiten Teilen der Republikaner bröckelt. Und so kann es nicht im Sinne des US-Präsidenten sein, diese jetzt schon schwindende Zustimmung weiter zu gefährden.

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Sollte es also zu einem erneuten Regierungsstillstand oder sogar zum Ausrufen des nationalen Notstandes kommen, dann wäre das sicherlich sofort positiv für den Goldpreis. Diese weitere Unsicherheit und weitere Situation in den USA dürfte dem Markt neue Impulse lieferten.

Fakt ist: Trotz der jüngsten leichten Abschläge befindet sich der Goldpreis noch immer im klaren Aufwärtstrend. Auf allen maßgeblichen Zeitebenen ist der Goldpreis noch immer im Aufwärtstrend. Das gilt von der kurzfristigen 20-Tage-Linie bis hin zum maßgeblichen 200-Tage-Durchschnitt. Der verläuft aktuell bei knapp 1.250 Dollar und damit rund 5 % unterhalb des aktuellen Preisniveaus.

Ganz wichtig für uns als Investoren in Deutschland: Auf Eurobasis sieht sogar noch besser aus. Hier notiert der Goldpreis derzeit sogar rund 7 % oberhalb des 200 Tage Durchschnitts. Das ist auf jeden Fall ein noch deutlicherer Aufwärtstrend als in US-Dollar.

Auch die Wertentwicklung auf Jahressicht kann sich sehen lassen. Für den Goldpreis in Euro ging es hier um knapp 8 % nach oben. Beim maßgeblichen deutschen Index DAX steht hingegen ein Minus von 10 %. Für mich steht fest: Gold ist wieder da und hat zuletzt auch größeres Investoren-Interesse auf sich gezogen. Sollten die Krisenherde wie beispielsweise der mögliche neue anstehende Regierungsstillstand in Washington tatsächlich kommen, dürfte der Goldpreis sogar noch weiter zulegen.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.