Donald Trumps New Deal: Was zu erwarten ist

Nachdem sich die westliche Politik – allen voran die deutsche – und die Medien auf den Paria Wladimir Putin eingeschossen haben, kommt nun ein neues Bashing-Opfer.

Und das ist ebenfalls kein Leichtgewicht, sondern in Kürze der mächtigste Mann der Welt: der designierte US-Präsident Donald Trump.

America first

Der Neue im Weißen Haus hat Großes vor, wie wir Ihnen nachfolgend aufzeigen werden.

Doch seine Kritiker wettern gegen ihn, weil diese Pläne gegen die seit Jahrzehnten hoffähig gewordene Globalisierung stehen.

Sie erinnern sich: Trumps Motto im US-Präsidentschafts-Wahlkampf lautete: America first.

Und genau das will er nun durchsetzen – zum Entsetzen vieler Kritiker, die seine Pläne als Wirtschafts-Nationalismus diskriminieren. Dabei sind sie viel mehr als das…

New Deal in den 1930er-Jahren

Um Ihnen das verständlich zu machen, müssen wir Sie kurz in der Zeitgeschichte zurückführen:

Unter US-Präsident Franklin Delano Roosevelt kam es im Zuge der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1933 – 1938 zu einer Reihe von Wirtschafts- und Sozial-Reformen.

Diese stellten im wahrsten Sinne des Wortes einen großen Umbruch im Land dar.

Manche dieser Maßnahmen linderten die Not kurzfristig, wie etwa Hilfen für die zahlreichen Arbeitslosen und die Armen.

Andere gingen in langfristige Maßnahmen über, wie z. B. die Regulierung der Finanzmärkte und die Einführung von Sozialversicherungen.

Allgemein geht man davon aus, dass durch diese Reformen die Marktwirtschaft gerettet und eine stabilere Wirtschafts-Ordnung geschaffen wurde.

Trumps New Deal 2017

Auch Donald Trump will die Karten neu mischen. Denn die Redewendung New Deal bedeutet eigentlich die Neuverteilung von Karten. Der New-Deal-Begriff bezeichnet heute Wirtschafts- und Sozial-Reformen.

Und genau diese will der neue US-Präsident angehen.

Donald Trumps Pläne fußen dabei auf 2 Säulen: Die 1. ist Steuern zu senken und die 2. ein riesiges Konjunkturp-Paket zu schaffen.

Oder anders ausgedrückt:

Trump will die Abgabenlast der Bürger minimieren, neue Jobs schaffen – indem sie vom Ausland ins Inland zurückgeholt werden – und damit die Konjunktur ankurbeln.

Von alldem werden die Amerikaner profitieren. Deshalb finden viele Wähler dieses Konzept gut.

Kritiker: Trump ist übergeschnappt

Natürlich kosten neue Pläne Geld – viel Geld. So wird sich der US-Haushalt, der jährlich rund 3 Bio. Dollar beträgt, um weitere 1.000 Mrd. erhöhen.

Aber alle, die nun laut rufen, dass Trump verrückt ist bzw. einen großen Fehler damit macht, denen sei Folgendes gesagt:

Wahrscheinlich haben Sie vergessen, dass der scheidende Präsident Barack Obama genau dasselbe tat, als er einst das Amt von George W. Bush übernommen hatte. Das ist nun 8 Jahre her.

Allerdings geschah dies unter anderen Bedingungen: Obama wollte mit seinem Konjunktur-Paket eine schwere Rezession verhindern, in die das Land geschlittert wäre.

So wurde in Flughäfen, Schulen und Straßen investiert. Nach der Krise 2009 lag das Wirtschafts-Wachstum zwischen 2 und 3%.

Trump hingegen hat mit einer great depression nichts am Hut, sondern will das Wirtschafts-Wachstum noch mehr steigern.

17. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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