Doppelschutz durch Statoil: Ölfund und norwegische Krone sichern

Vor wenigen Tagen hat Statoil einen neuen Ölfund in Norwegen bekannt gegeben. Der norwegische Ölkonzern eröffnet auch Ihnen als Investor damit einen neuen Doppelschutz: die Aktie ist günstig – und Sie können mit der norwegischen Krone investieren.

„Bedeutender Fund“

Der Ölfund selbst gilt als „bedeutend“. Etwa 12 bi 37 Millionen Barrel erwartet das norwegische Unternehmen. Lukrativ ist vor allem aber der Blick auf die künftigen Gewinne: die Nordsee habe damit, so eine Sprecherin, noch weiteres Potenzial zur Ausbeutung.

Da Statoil diverse Bohrrechte hat, winken hier künftig Zusatzerträge. Beim aktuellen Funds schon ist Statoil kräftig beteiligt: das Feld gehört zu 50% der Statoil, zu 25% der schwedischen „Svenska Petroleum“ und ebenfalls zu 25% der norwegischen „DNO ASA“. Wer jetzt investiert, sichert sich damit die aktuellen Funde und deren Erträge, vor allem aber zusätzliches Potenzial.

Beachten Sie: wenn Sie in norwegische Unternehmen investieren, nehmen Sie etwas Kapital aus dem Euroraum und transferieren es faktisch in die unabhängige Währung Norwegens, die Krone.

Währungstransfer vor Euroschwäche

Sie kaufen die Aktie eventuell an einer deutschen Börse – in Euro notiert. Sie profitieren allerdings von der relativen Stärke der norwegischen Krone. Stürzt der Eurokurs ab, wird über Umrechnungssysteme der Kurs der in Norwegen in Kronen notierten Statoil-Aktien hier höher sein.

Diesen Währungsmechanismus nutzen bereits viele Investoren, die in der Schweiz investieren. Der Schweizer Franken ist über seine politische Nähe der vergangenen Monate jedoch deutlich abhängiger geworden, als er bislang war. Der versprochene Währungsschutz wird angesichts neuer Abkommen – allein in der Steuerpolitik – langsam aber sicher unterhöhlt.

Bevor Investoren jedoch Währungskonten unterhalten, die allein von den Währungsrelationen leben, sind Aktieninvestitionen besser. Unternehmensbeteiligungen sollen unabhängig von der Währungsspekulation Gewinne erwirtschaften. Statoil ist dazu in der Lage.

Kennzahlen wie KGV gut

Das KGV – Kurs-Gewinn-Verhältnis – beträgt gerade einmal 7,6. Die Ölbranche insgesamt ist niedrig bewertet. Statoil aber ist hier besonders gut aufgestellt. Die Dividendenrendite beträgt bei einem Einstieg zum aktuellen Kurs ungefähr 5,2%. Schließlich lockt auch das sehr niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) mit 0,26.

Zusammengefasst:

  • Statoil findet Öl für die Zukunft und verbessert seine Marktchancen.
  • Statoil ermöglicht den Währungstransfer in die norwegische Krone.
  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist mit 7,6 außergewöhnlich niedrig.
  • Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) mit 0,26 sensationell billig.
  • Die Dividendenrendite mit 5,2% ist hoch.

GeVestor.de meint: Damit aber ist Statoil jetzt bereits ein klares Investment für das Jahr 2011 und die künftigen Jahre. Mindestens ein Doppelschutz durch attraktive wirtschaftliche Bewertung und das Währungspolster.

Der Ölfund sowie die norwegische Krone sichern Sie für die nächsten Jahre ab. Sie können die Aktie an einer deutschen Börse kaufen und dort jederzeit wieder verkaufen.

1. Juli 2011

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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