Drägerwerk: Ein Lichtblick in Krisenzeiten

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Drägerwerk ist eines der wenigen Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren. Die Lübecker haben einen Großauftrag zur Lieferung von Beatmungsgeräten erhalten. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Börsen kommen trotz massiver Stützungsprogramme der öffentlichen Hand nicht zur Ruhe. Einen Boden werden wir vermutlich erst sehen, wenn die Fallzahlen der Corona-Infizierten rückläufig sind. Allerdings gibt es einige Unternehmen, deren Kurse sich trotz Corona-Krise positiv oder zumindest seitwärts entwickeln. Hierbei handelt es sich insbesondere um Gesellschaften, deren Produkte im weitesten Sinne zur Bekämpfung der Krise beitragen.

Zu diesen Unternehmen gehört die Drägerwerk AG & Co. KGaA aus Lübeck. Das traditionsreiche Lübecker Familienunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Geräte und Systeme in den Bereichen Medizin-, Beatmungs- und Sicherheitstechnik. Trotz einer über 120-jährigen Geschichte befindet sich das Unternehmen bis zum heutigen Tage mehrheitlich im Besitz der Familie Dräger.

Großauftrag der Bundesregierung

Drägerwerk gab zum Beginn der Corona-Krise bekannt, dass man von der Bundesregierung einen Großauftrag zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräten erhalten habe. Darüber hinaus liefert Dräger an die Bundesregierung auch persönliche Schutzausrüstung für das Personal in Krankenhäusern. Beides wird dazu dienen, die Versorgung im Gesundheitswesen auch bei einer Ausbreitung des Corona-Virus zu sichern, so das Drägerwerk-Management.

Um die Großaufträge zeitnah erfüllen zu können, wird Dräger seine Produktionskapazitäten in Lübeck deutlich ausweiten. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Großaufträge positiv auf die wirtschaftliche Lage und das Ergebnis auswirken werden.

Gute Aussichten

Anfang des Jahres hatte ich Ihnen ja bereits über die positiven vorläufigen Geschäftszahlen berichtet, die Drägerwerk Ende Januar 2020 veröffentlicht hatte. Mittlerweile liegt auch der testierte Geschäftsbericht für 2019 vor, in dem die vorläufigen Zahlen bestätigt wurden.

Die Lübecker konnten in 2019 sowohl beim Umsatz (+7,2 Prozent) als auch beim operativen Ergebnis (EBIT) zulegen (+6,3). Allerdings ging der Jahresüberschuss 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (-3,2 Prozent). Berücksichtigt man die neuen Großaufträge der Bundesregierung, so ist davon auszugehen, dass die positive Tendenz auch in diesem Jahr fortgesetzt werden kann.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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