Drägerwerk im Aufwärtstrend

Es gibt noch immer die Aktien, die beinahe ein Schattendasein im TecDAX führen.

Ein Wert davon ist die Drägerwerk-Aktie, die sich zwar derzeit auf einem Jahreshoch befindet, aber von vielen Anlegern weitgehend unbeachtet bleibt.

Dabei zählte die Aktie in den vergangenen Monaten zu den größten Gewinnern im TecDAX.

Unternehmens-Portrait

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA in Lübeck entwickelt, produziert und vertreibt Geräte und Systeme in den Bereichen Medizin-, Sicherheits- und Tauchtechnik.

Dabei verfügt sie über mehr als 13.000 Mitarbeiter, die in mehr als 100 Tochterfirmen in verschiedenen Branchen beschäftigt sind.

2017 wieder steigende Umsätze

In diesem Jahr beabsichtigt das Unternehmen den Wachstumskurs wieder einzulegen. Und dies dürfte gelingen, denn der Auftrags-Bestand liegt über dem Vorjahreswert.

Der Konzern rechnet mit einem Umsatz-Plus von bis zu 3% und einer Ebit-Marge von bis zu 7%.

Bereits im vergangenen Jahr gab es deutliche Anzeichen für ein Wachstum:

So gab es 2016 zwar einen Umsatz-Rückgang von 3,3% auf rund 2,5 Mrd. €, allerdings hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach einem kräftigen Einbruch im Vorjahr auf knapp 137 Mio. € mehr als verdoppelt.

Der Jahres-Überschuss erreichte knapp 82 Mio. €.

Dieses Ergebnis wurde in erster Linie durch Kosten-Einsparungen mit dem Programm „Fit for Growth“ erreicht, was immer noch läuft und daher für weitere Positiv-Schlagzeilen sorgen könnte.

Aktie befindet sich in einem Aufwärts-Trendkanal

Seit November befindet sich die Aktie in einem intakten Aufwärts-Trendkanal; von rund 60 € ging es zuletzt bis auf 97 €steil aufwärts.

Dabei liegt die obere Begrenzung bei 123 €. Die Unterstützungs-Linie ist unterdessen bei rund 80 € – und damit schon ziemlich weit entfernt.

Gemischte Kennzahlen

Die fundamentalen Kennzahlen fallen indes eher gemischt aus:

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 20 ist das Papier – im Branchen-Vergleich – noch recht gut bewertet.

Allerdings lässt die Dividendenrendite von 0,3% noch einige Wünsche offen. Doch auch hier zeigt sich Drägerwerk kritikfähig:

Sollte sich die Ergebnis-Entwicklung nachhaltig verbessern, so wird es auch eine höhere Dividende geben, so die Aussage des Konzernchefs Stefan Dräger.

Die Quartalszahlen des 1. Vierteljahres 2017 dürften zu Beginn des kommenden Monats einen 1. Aufschluss über diese Möglichkeit geben.

Am 10. Mai kommen übrigens die Anteilseigner zur Hauptversammlung in Lübeck zusammen.

Eine Verschnaufpause wäre angebracht

Drägerwerk ist sicherlich ein interessantes Investment. Aber nach der steilen Aufwärts-Bewegung kann es hier jederzeit zu einer Korrektur kommen.

Eine kleine Verschnaufpause wäre sicher auch aus Anlegersicht gar nicht schlecht – zumindest für die Anleger, die einen Einstieg erwägen.

Ein Kursrücksetzer würde Ihnen ohne Frage ein besseres Chancen/Risiko-Verhältnis bieten. Danach könnte die Aktie ihren Aufstieg in 3-stellige Kursregionen fortsetzen.

5. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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