Dringend: Was Sie jetzt über Gold wissen sollten

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Der Ölpreis setzt seit 1 Woche seine Rallye fort. Folgt der Goldpreis dem Beispiel? (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Am Donnerstag vergangener Woche hatte ich für Sie den Ölpreis auf dem charttechnischen Prüfstand. Hier ein kurzes Update:

Der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend seit Mai hat sich am Freitag weiter verfestigt. Das Kaufsignal wurde inzwischen auch durch das 50-Tage-Momentum bestätigt.

Ein wieder ansteigender Ölpreis. Das klingt, als ob sich die Rohstoffpreise insgesamt wieder besser entwickeln können. Wir wollen das heute einmal anhand der Entwicklung beim Gold überprüfen.

Das schon mal als Vorabhinweis: Im morgigen Beitrag werde ich für Sie die Perspektiven im Silberpreis analysieren.

Verschaffen Sie sich zunächst einmal einen Überblick

Bei unserer Analyse werden wir genauso vorgehen, wie zuletzt beim Ölpreis. Meine Empfehlung:

Schauen Sie sich zunächst einmal eine möglichst weit zurückreichende Kurshistorie an: Auf diese Weise verschaffen Sie sich einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen, weniger gut informierten Marktteilnehmern. Denn:

Ein Mehrjahres-Chart offenbart Ihnen die langfristigen Trends eines Marktes. So können Sie die kurz- und mittelfristige Entwicklung in den historischen Kontext einordnen.

Ich nutze dafür bevorzugt Monats-Charts, in denen ein Balken die Kursentwicklung eines Monats darstellt.

Schauen wir also zunächst einmal auf die Kurshistorie des gelben Edelmetalls:

Goldpreis: Seit September 2011 in einem zweigeteilten Abwärtstrend-Kanal

Langfrist-Analyse

Der Aufwärtstrend seit 2001 trieb den Goldpreis bis auf das bisherige Allzeithoch von 1.895,00 USD je Feinunze. Dieser Aufwärtstrend wurde im April 2014 nach unten verlassen.

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So geht es weiter beim GoldDas World Gold Council (WGC) hat aktuell einige spannende Analysen zum Goldmarkt veröffentlicht. Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten. › mehr lesen

Somit bewegt sich das „gelbe Metall“ seit dem Top im September 2011 in einem zweigeteilten Abwärtstrend-Kanal.

Wichtig ist noch: Zusätzlich zu einem Verlassen dieses Abwärtstrend-Kanals muss der Goldpreis für ein valides langfristiges Kaufsignal das Hoch des Jahres 2017 bei 1.366,25 USD / Feinunze überwinden.

Ganz frisch: Verkaufssignal im Juni

Mit diesen Erkenntnissen schauen wir nun einmal gemeinsam auf die nachfolgende Grafik, die einen Zeitraum von etwa 12 Jahren abdeckt:

Goldpreis: Frühindikator RSI generiert im Juni ein langfristiges Verkaufssignal

Der gelbe Kreis markiert, dass der Goldpreis seit Jahresbeginn versuchte, den Abwärtstrend seit 2011 nach oben zu durchbrechen. Wie sich in den letzten Wochen zeigte: Erfolglos.

Was jedoch noch weit schwerer ins Gewicht fällt, zeigt Ihnen der 14-Monats-Relative Stärke Index (RSI) im unteren Chartteil. Dieser Indikator vermittelt Ihnen einen Eindruck, wie es um die Trendintensität eines Marktes bestellt ist.

Der RSI hat im abgelaufenen Juni den Aufwärtstrend seit Ende 2015 nach unten verlassen. Da es sich um einen Monats-Chart handelt, haben wir es also mit einem langfristigen Verkaufssignal zu tun.

Fazit

Wie am Donnerstag gesehen, setzt der Ölpreis seinen Aufwärtstrend seit Anfang 2016 – nach einer kurzzeitigen Unterbrechung von Mai bis vergangene Woche – weiter fort.

Der Goldpreis hingegen hat seinen Ende 2015 begonnenen Aufwärtstrend im gerade abgelaufenen Juni beendet: Das dokumentiert ein Trendbruch im 14-Monats-Relative Stärke Index, der mit einem langfristigen Verkaufssignal gleichzusetzen ist.

Dabei spielt der RSI einmal mehr seinen Vorteil als Frühindikator aus: Denn im Kursverlauf selbst ist der Trendbruch noch nicht offensichtlich.


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Andreas Sommer
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.