Dropbox: Aktie des Speicherspezialisten schießt nach starken Zahlen in die Höhe

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Dropbox: Aktie des Speicherplatzspezialisten sendet wieder Lebenszeichen. Zahlen schlagen Analystenschätzungen und lassen Anleger jubeln (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Nach dem Börsengang vor einem Jahr flaute die Euphorie rund um den Online-Datenspeicher-Spezialisten Dropbox schnell ab. Kurz vor dem Jahreswechsel sackte der Kurs sogar bis auf 16 Dollar in den Keller und lag damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 21 Dollar und noch deutlicher unter dem im Sommer erreichten Höchstkurs von 26,13 Dollar.

Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet und die Zuversicht der Anleger kehrt wieder zurück. Nach der Vorlage der Quartalszahlen, die deutlich über den Analystenschätzungen lagen, schoss der Kurs um ein Fünftel in die Höhe schloss mit über 22 Dollar wieder deutlich über den Tiefstkursen der letzten Wochen.

Dropbox im Portrait

Dropbox wurde im Jahr 2007 von den beiden Studenten Drew Houston und Arash Ferdowsi in San Francisco gegründet. Ihr Ziel war es, einen Dienst zu entwickeln, der den Austausch großer Dateien per E-Mail oder USB-Sticks unnötig machen und die damit verbundenen Probleme lösen sollte. Der Dienst wurde in der Startphase durch Y Combinator gefördert und erhielt noch im Gründungsjahr eine Finanzierung von Sequoia Capital, die später mehrfach aufgestockt wurde. Hinzu kamen im Januar 2014 mehr als 250 Millionen Dollar, ein Großteil davon vom Finanzinvestor BlackRock.

Im Februar 2019 erfolgte der Börsengang. Inzwischen hat Dropbox mehr als 500 Millionen Nutzer weltweit. Angeboten wird die Online-Datenspeicherung, aber auch der Austausch von Daten zwischen den Nutzern. Kunden können zwischen einem Basic-Account mit bis zu zwei Gigabyte Speicherplatz und einem Plus-Account für 9,99 Euro pro Monat wählen.

Rasantes Wachstum – Gewinne Fehlanzeige

Online-Speicheranbieter Dropbox hat die Ergebnisse fürs jüngste Quartal vorgelegt und konnte die Marktteilnehmer offenbar überzeugen. So kletterte der Umsatz auf 446 Millionen Dollar, was einem Zuwachs von 18% entspricht. Unter dem Strich blieb allerdings ein Verlust von 6,6 Millionen übrig. Um Sonderposten bereinigt war es ein Gewinn von 16 Cents pro Aktie.

Für Sie zum Vergleich: Die Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 443 Millionen Dollar und einem bereinigten Gewinn von 14 Cents pro Aktie ausgegangen.

Umsatz pro Kunde weiter verbessert

Beim Kundenwachstum ging es ebenfalls aufwärts. Zum Jahresende nutzten 14,3 Millionen Kunden den Dienst und damit 12,59% mehr als im Vorjahr. Zugleich wurde die Monetarisierung verbessert, das heißt pro Kunde mehr Umsatz erzielt. Zuletzt lag der durchschnittliche Umsatz pro Kunde bei 125 Dollar und damit leicht über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (120 Dollar).

Wiederkehrende Einnahmen sorgen für gute Planbarkeit

Ebenfalls beachtlich zulegen konnte Dropbox bei den jährlich wiederkehrenden Einnahmen, die um 19% auf 1,82 Milliarden Dollar kletterten. Was die Prognosen betrifft, so prognostiziert Dropbox für das erste Quartal einen Umsatz von 452 bis 454 Millionen Dollar.

Für das Jahr 2020 erwartet Dropbox Einnahmen von 1,89 bis 1,905 Milliarden Dollar. Das liegt knapp unter den Konsensschätzungen der Analysten liegt (1,90 Milliarden Dollar). Das Unternehmen sieht einen freien Cashflow von 475 bis 485 Millionen Dollar für das gesamte Jahr und rechnet damit, bis 2024 einen freien Cashflow von über 1 Milliarde Dollar zu generieren. Das Betriebsmarge-Ziel, das bis 2024 erreicht werden soll, hob die Firma auf 28% bis 30% an und zwar von seinem ursprünglichen Bereich von 20% bis 22%.

Aktienrückkäufe sind geplant

Bilanziell sieht es recht solide aus. Unter dem Strich verfügt Dropbox weiterhin über einen Cash-Bestand von 1,16 Milliarden Dollar. Zugleich hat das Unternehmen Aktienrückkäufe über 600 Millionen Dollar angekündigt. Ein Zeichen, dass die Firma die eigenen Aktien offenbar für günstig bewertet hält.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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