Dürr-Aktie: Kooperation mit Kuka soll Wachstum sichern

In den vergangenen Monaten lief es für die Dürr-Aktionäre richtig gut. Immerhin liegen die Papiere auf 6-Monats-Sicht gut 33% in der Gewinnzone.

Dafür war aber nicht nur die zufriedenstellende Geschäftsentwicklung verantwortlich. Auch mit innovativen Kooperationen machte das Familien-Unternehmen zuletzt auf sich aufmerksam.

Dürr im Porträt

Die Dürr AG ist einer der weltweit führenden Anlagen- und Maschinenbau-Konzerne. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungs-Prozesse in unterschiedlichen Industrien.

Der Großteil des Umsatzes entfällt auf das Geschäft mit Automobil-Herstellern und -zulieferern.

Weitere Abnehmer-Branchen sind z. B. der Maschinenbau, die Chemie- und Pharma-Industrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie.

Bislang lag der Fokus auf der Automobil-Industrie, die rund 65% zum Firmenumsatz beisteuert. Circa 40% vom Geschäft entfallen auf Anlagenbau, der Rest  auf Maschinenbau.

Der Konzern ist bekannt für seine Großserien-Lackierereien und Lackier-Roboter. Dürr betreibt mehr als 90 Standorte (davon 50 Produktions-Einrichtungen) in 28 Ländern.

Und man hat eine hervorragende Präsenz in den Schwellenländern, auf die rund 50% des Auftrags-Eingangs und knapp 30% der Belegschaft entfallen.

Starke Marktposition v. a. in den Schwellenländern

Dürr ist vorwiegend in oligopolistischen Nischenmärkten mit begrenztem Wettbewerb aktiv.

In fast allen Geschäftsbereichen hält die Firma marktführende Positionen mit Marktanteilen von oft mehr als 40%.

Als unangefochtener Platzhirsch (Marktanteil:  >50%) in den Schwellenländern ist der Konzern gut positioniert, um vom Automobil-Boom in diesen Märkten im Zuge eines anhaltenden Nachholbedarfs zu profitieren.

Kooperation mit Kuka soll Kunden-Struktur verbreitern

Jetzt hat der zu 28,8% in den Händen der Dürr-Familie liegende Konzern eine weitreichende Kooperation mit dem Roboter-Hersteller Kuka bekanntgegeben.

Beide Experten haben ein gemeinsames Roboter-System vorgestellt. Der Roboter stammt von Kuka und wird von Dürr um Technik für den Lackier-Auftrag ergänzt.

Mögliche Einsatzbereiche sind insbesondere die Lackierung von Holz, Kunststoff, Glas und Metall.

Das System besteht aus einem 6-achsigen Kleinroboter, der mit modernster Lack-Applikations-Technik ausgestattet ist.

Die Lackierapplikations-Technik steht in verschiedenen Ausstattungs-Varianten bereit und wird individuell für den Kunden konfiguriert.

Das neue System stößt offenbar auf großes Interesse bei den Kunden:

Schon zur offiziellen Markteinführung hat Dürr 5 Lackier-Roboter verkauft und diverse Anfragen aus den unterschiedlichsten Bereichen erhalten.

Je nach Ausstattung kostet der Roboter zwischen 80.000 und 140.000 €. Im nächsten Jahr plant Dürr bereits den Absatz von mehreren 100 Stück.

Cloud-Kooperation mit der Software AG

Erst vor wenigen Tagen hatte der Weltmarktführer für Lackier-Roboter noch eine weitere Kooperation gemeldet:

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft will der Konzern mit der Software AG Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 entwickeln.

Die IoT-Plattform von Dürr wird es beispielsweise ermöglichen, Produktions-Prozesse auf Basis von Echtzeitdaten (Big Data) digital zu steuern und zu analysieren.

Auf Basis der neuen IoT-Plattform können Kunden den Betrieb ihrer Dürr-Lösungen optimieren und die Flexibilität und Reaktions-Geschwindigkeit der Produktion steigern.

Dürr mit 7. Dividenden-Erhöhung in Folge

Im Jahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 15.200 Mitarbeitern bei einem Umsatz von 3,7 Mrd. € einen Gewinn von 187 Mio. €.

An der guten Unternehmens-Entwicklung werden auch die Anleger partizipieren:

Nach einer Dividende von 1,85 € im Vorjahr wird die Ausschüttung jetzt auf 2,10 E€ je Anteilsschein steigen – die 7. Dividenden-Erhöhung in Folge.

10. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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