Dürr: Anlagen- und Maschinenbauer mit soliden Zahlen

Der im MDax notierte Anlagen- und Maschinenbauer Dürr legt solide Zahlen vor. Lesen Sie hier, warum die Aktie dennoch an Wert verliert: (Foto: Dürr AG)

Der im MDax notierte Anlagen- und Maschinenbauer Dürr hat am heutigen Mittwoch seine Geschäftszahlen für das 3. Quartal und für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2017 vorgelegt.

Die Dürr-Aktie, die seit Jahresbeginn sehr gut gelaufen war, verlor daraufhin deutlich an Wert.

Warum das Papier heute nachgegeben hat und wie ich diese Aktie augenblicklich einschätze, erfahren Sie gleich.

Zunächst möchte ich Ihnen einen Überblick über das aktuell vorgelegte Zahlenwerk von Dürr geben:

Die aktuellen Zahlen von Dürr in der Übersicht

Dürr hat in den ersten 9 Monaten dieses Jahres sowohl den Auftrags-Eingang als auch den Umsatz und Gewinn gesteigert.

Und man strebt im Gesamtjahr nach wie vor ein Rekord-Bestell-Volumen von bis zu 3,8 Mrd. € an.

Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um die Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) im März 2017, stieg der Auftrags-Eingang im 9-Monats-Zeitraum um 7,4% auf 2,89 Mrd. €.

Ohne die Bereinigung um den Ecoclean-Verkauf betrugen die Zuwächse +2,3% beim Auftrags-Eingang und +2,6% beim Umsatz.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg überproportional zum Umsatz um 17,9% auf 214,1 Mio. €.

Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) lag mit 8% nach 9 Monaten in der für das Gesamtjahr angepeilten Bandbreite von 7,5 – 8,25%. Der Netto-Gewinn legte um 24,1% auf 149,7 Mio. € zu.

Zwar fiel der Auftrags-Eingang im 3. Quartal mit 815,2 Mio. € etwas verhaltener aus, doch Dürr-Chef Ralf Dieter setzt auf ein stärkeres Schlussquartal:

Die Dürr-Aktie bleibt ein HighflyerStarke Zahlen und eine kräftige Dividendenanhebung haben die Dürr-Aktie auf ein neues Rekordhoch getrieben. Der Höhenflug geht weiter. › mehr lesen

„Aufgrund der noch bis Jahresende anstehenden Auftrags-Vergaben in der Automobil-Industrie und der weiterhin starken Nachfrage nach Holzbearbeitungs-Mmaschinen sind wir sehr zuversichtlich, unsere Jahresziele zu erreichen.“

Dürr-Tochter Homag im Fokus

À propos Holzbearbeitungs-Maschinen:

Diesen Bereich deckt Dürr seit 2014 mit dem mehrheitlich übernommenen, aber immer noch börsennotierten Maschinenbauer Homag ab.

Der wiederum ist führend in der Herstellung von Holzbearbeitungs-Maschinen und liefert seit Jahren starke Zahlen ab.

Das macht sich auch bei der Wert-Entwicklung der Homag-Aktie bemerkbar:

Die Homag-Aktie, die ich in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“ im Dezember 2013 zum Kauf empfahl, hat seither um rund 250% zugelegt.

Dies aber nur als kleiner Exkurs, damit Sie sich nicht wundern, was das Unternehmen Dürr, das ansonsten eher für Lackier-Anlagen für die Automobil-Industrie bekannt ist, mit Holzbearbeitungs-Maschinen zu tun hat.

Warum die Dürr-Aktie heute nachgibt

Kommen wir nun abschließend noch zu der Frage, warum die Dürr-Aktie heute trotz mindestens solider Zahlen nachgibt:

Meine Einschätzung dazu: Nachdem die Aktie in den vergangenen Monaten sehr gut gelaufen ist, hatten einige Anleger mehr als „nur“ solide bis gute Zahlen erwartet.

Zudem dürfte der im 3. Quartal etwas schwächelnde Auftrags-Eingang für Verunsicherung gesorgt haben.

Aus meiner Sicht ist die Dürr-Aktie auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungs-Niveau eine solide Halte-Position.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz