Düstere Prognose: Die EU bricht zusammen

In einer gecrashten Euro-Zone werden die Regierungen zu Ihrem Nachteil reagieren. Hier verraten wir Ihnen, wie. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die Gefahr eines Euro-Crashs und dem damit verbundenen Untergang der EU ist realistischer als je zuvor.

Deshalb haben wir Ihnen bereits ein sehr realistisches 17-Punkte-Szenario aufgezeigt, in dem Sie alle gut recherchierten Fakten und Informationen lesen können.

Doch es gibt noch ein weiteres Untergangs-Szenario:

  1. Die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben wächst so dramatisch an, dass die EU und die einzelnen Mitgliedsstaaten die Schulden nicht mehr bedienen können.
  2. Die EU-Finanz- und Erweiterungspolitik ist grandios gescheitert.
  3. Der Eurowährungsflucht folgt ein Abwertungskampf, der den europäischen Binnenmarkt vollends in den Abgrund reißt.
  4. Das Finanzsystem kollabiert: Aus Angst um ihr erspartes Geld plündern Kunden Konten und Sparbücher. Die meisten börsennotierten Banken „crashen“. Dies wiederum führt zu einem Flächenbrand.
  5. Die nationalen Wirtschaften brechen zusammen und mit ihnen auch die Europäische Union. Tausende Unternehmen gehen Pleite.
  6. Millionen Verträge und Beteiligungen aus Geschäftsbeziehungen und Handelsverflechtungen müssen neu gestaltet werden. Ebenso die der noch existierenden grenzüberschreitend tätigen Großbanken.
  7. Südliche Krisenländer sind im Staatsbankrott und verkünden die Einstellung ihrer Schuldenzahlungen. Damit kommt es zum bisher größten Zahlungsausfall von souveränen Staaten.
  8. Die EZB, die in den vergangenen Jahren über Hunderte Milliarden Euro an faulen Staatskrediten aus diesen Ländern aufkaufte, wird aufgelöst.
  9. Trotzdem müssen Regierungen neue Milliarden-Kredite aufnehmen.
  10. Die europäischen Regierungen erhöhen drastisch die Steuern oder enteignen die Bürger mit einer Hyperinflation und schmälern so die Staatsschulden.
  11. Die früheren EU-Mitgliedsländer der EU kehren zu ihren einstigen nationalen Währungen zurück.
  12. Immer mehr Menschen wollen den von Bürgerkrieg, Hungersnot und Arbeitslosigkeit bedrohten und kollabierten Euro-Ländern den Rücken kehren.
  13. Großbritannien wird zur begehrten Insel für Wirtschaftsflüchtlinge: Investoren wollen riesige Summen Bargeld (in stabilen ausländischen Währungen) in das Land bringen.
  14. Deshalb (und aufgrund des ungebrochenen Ansturms von mittellosen Immigranten) hat die Insel ihre Grenzen längst dicht gemacht.

Auch Großbritannien wird es hart treffen

Bereits Jahre zuvor befürchtete die britische Regierung im Fall eines Euro-Zusammenbruchs einen regelmäßigen „Run“ auf die Insel. Allerdings kommen auch auf die Briten schwere Zeiten zu, denn einst legten einheimische Banken Hunderte Milliarden Pfund in den EU-Währungsländern an.

Mit deren Staatsbankrott lösen sich diese Investitionen praktisch über Nacht in Luft auf und bringen viele britische Geldinstitute an den Rand des Kollapses.

Nun muss London Pläne für eine massive Bankenrettung ausarbeiten, bevor auch der Inselstaat im Chaos versinkt. Und dies bedeutet für die britische Bevölkerung noch mehr Sparreformen und Sozialkürzungen. 

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Regierungen der ehemaligen Euro-Zone müssen reagieren

Auch die Regierungen in der gecrashten Euro-Zone reagieren auf die Welle von Wirtschaftsflüchtlingen und die massive Kapitalflucht:

Sie setzen kurzerhand das Schengen-Abkommen außer Kraft, das einst für die Länder im Schengenraum Reisefreiheit garantierte (ohne stationäre Zollkontrollen des Personenverkehrs an den Binnengrenzen und ohne Zollformalitäten).

Dazu gehören: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn.

Grenz- und Kapitalverkehrskontrollen werden wieder eingeführt, um illegale Waren- und Geldein- und -ausfuhren zu reglementieren – vor allem aber, um die Kapitalflucht zu verhindern.

Euro-Crash hat schwere Auswirkungen auf die globale Realwirtschaft

Die ehemaligen EU-Länder lösen die einheitlichen Umweltschutzbestimmungen wieder durch nationale Vorschriften ab.

Aufgrund ökonomischer Domino-Effekte hat der Euro-Crash auch schwere Auswirkungen auf die globale Realwirtschaft: Sie rasselt in eine schwere globale Rezession, die zu heftigen, teils dramatischen Turbulenzen an den weltweiten Börsen führt.

Im nächsten Teil dieser Beitragsreihe belegen wir Ihnen, dass diese Crash-Szenarien keine Fake News sind, sondern dass sich dahingehend schon längst auch Versicherungskonzerne vorbereiten.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.