Easy Software: Mittelständischer Software-Spezialist mit Potenzial

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Der mittelständische Software-Spezialist Easy Software will vor allem vom Cloud-Geschäft profitieren. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Immer wieder wird kritisiert, dass es kein deutsches Amazon oder Facebook gibt. Doch dafür gibt es in Deutschland zahlreiche mittelständische IT- und Software-Unternehmen, die sehr Innovativ und teilweise sogar in ihrer jeweiligen Nische Marktführer sind.

Ein mittelständisches Software-Unternehmen, über das ich an dieser Stelle noch nicht berichtet habe, ist Easy Software. Nach eigenen Angaben steht Easy Software seit mehr als 25 Jahren für innovative Softwarelösungen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Mülheim an der Ruhr und damit mitten im Ruhrgebiet.

Heute sind die Produkte und Services von Easy längst weltweit im Einsatz. Zahllose Partner, Kunden und Anwender verlassen sich Tag für Tag auf die Produkte und Services von Easy – und damit auch auf deren knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Schauen wir uns nun ein paar Zahlen an. Easy Software hat erst vor wenigen Tagen seine Prognose für das laufende Jahr gekürzt und einen Ausblick für das kommende Jahr gegeben.

Geänderte Prognose für 2018

Zum Ende des 3. Quartals des laufenden Jahres zeigt sich nach Angaben des Easy-Software-Managements, dass die negativen Einmaleffekte aus dem 1. Halbjahr 2018 und die Unterauslastung im Consulting-Bereich nicht aufgeholt werden können.

Daher hat der Vorstand der Easy Software AG zum Ende der vergangenen Woche angekündigt, Umstrukturierungsmaßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur vorzunehmen, die zunächst einmal zu weiteren Belastungen führen, die sich in Sondereffekten im Umfang von ca. 2,1 Mio. Euro auswirken.

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Diese Sondereffekte belasten „aus heutiger Sicht“ sowohl das 3. als auch das 4. Quartal und machen nach Angaben des Easy-Managements folgende Prognoseänderung für das laufende Geschäftsjahr notwendig.

Die Prognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird korrigiert auf eine Höhe von 0,4 bis 1,0 Mio. Euro. Ursprünglich wurde ein EBITDA zwischen 3,5 und 4,3 Mio. Euro angepeilt.

Die Umsatzprognose für das laufende Jahr wird mit einem Wachstum auf 45 bis 47 Mio. Euro bestätigt. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 5 bis 10% und einer EBITDA-Gewinnmarge im einstelligen Prozentbereich.

Ausblick auf 2019

Der Vorstand rechnet aufgrund von Produktivitätssteigerungen, die aus den geplanten Umstrukturierungen entstehen sollen, sowie unter Berücksichtigung der weiterhin hohen Auftragsbestände und des weiterhin sich gut entwickelnden Cloud-Geschäfts mit einer weiteren Steigerung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2019.

Der Umsatz soll im kommenden Jahr auf 48 bis 50 Mio. Euro steigen und mit einer deutlich verbesserten EBITDA-Marge einhergehen. Das EBITDA wird im kommenden Jahr zwischen 4,0 und 5,0 Mio. Euro gesehen. Daraus ergibt sich eine EBITDA-Marge zwischen 8,0 und 10,4%.

Die Annahmen gelten laut Unternehmensmitteilung unter der Prämisse, dass die grundlegenden Markt-Parameter unverändert bleiben. Wenn die Ziele für 2019 erreicht werden, sollte die Easy-Software-Aktie ein ganzes Stück höher notieren als heute. Spekulativere Anleger können Kursrücksetzer zum Einstieg nutzen.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.