Eckert & Ziegler mit starken Quartalszahlen

Der Berliner Mittelständler Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik hat heute seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt.

Und diese haben es in sich, denn der Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie, konnte damit auf ganzer Linie überzeugen.

Die Aktie der Eckert & Ziegler AG zog daraufhin im heutigen Handel in der Spitze um über 5% an.

Ich werde gleich im Detail auf das aktuelle Zahlenwerk und den Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 eingehen.

Zunächst möchte ich Ihnen jedoch einige Hintergründe zum Konzern und zur Entwicklung der Aktie von Eckert & Ziegler in den vergangenen Jahren mit auf den Weg geben.

Konzern und Aktie im Portrait

Die seit 1999 an der Börse notierte Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG wurde im Jahr 1997 gegründet.

Der Ursprung des Unternehmens geht auf das Zentralinstitut für Isotopentechnik, ein Forschungs-Institut der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR, zurück.

ie Firma hat 3 operative Geschäftsbereiche:

  1. Isotope Products
  2. Strahlentherapie
  3. Radiopharma

Und sie hatte in den vergangenen Jahren teilweise mit deutlichem Gegenwind zu kämpfen:

Im Januar 2014 notierte die Eckert-&-Ziegler-Aktie noch bei über 30 €, nur um dann bis Januar 2015 auf gut 17 € abzustürzen.

Im Mai 2015 notierte die Aktie dann wieder bei über 24 €, rutschte aber bis Februar 2016 wieder auf rund 17,50 € ab.

In der Folge legte die Aktie bis heute um 60% zu und notiert aktuell bei rund 28 €.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Kommen wir nun zu den aktuellen Zahlen: Eckert & Ziegler hat im 1. Quartal des Jahres 2017 gegenüber dem Vorjahres-Quartal den Umsatz um 5% auf 37,6 Mio. € gesteigert.

Der Gewinn pro Aktie stieg auf 0,69 € pro Aktie und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahres-Quartal damit um 0,22 € pro Aktie oder um 47%. Dieser Wert liegt deutlich über den Planungen.

Ursache für den starken Anstieg beim Nettogewinn sind nach Angaben des Managements niedrigere Kosten und gestiegene Umsätze mit ertragsstarken Produkten.

Positiv ist auch, dass alle 3 Geschäftsbereiche zum starken 1. Quartal 2017 beigetragen haben.

Wie es weitergehen soll

Für das Jahr 2017 erwartet das Management der Eckert & Ziegler AG unter der Annahme konstanter Wechselkurse und ohne Übernahmen und Sparten-Verkäufe Folgendes:

einen steigenden Nettogewinn, der 2 € je Aktie übersteigen kann. Beim Umsatz wird mit einem Wert von knapp 150 Mio. € gerechnet.

Wenn tatsächlich ein Nettogewinn von 2 € je Aktie im laufenden Jahr erzielt werden sollte, würde das auf Basis des aktuellen Kurses der Eckert-&-Ziegler-Aktie (trotz des heutigen Anstiegs) ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nur rund 14 bedeuten.

Damit wäre die Aktie aus heutiger Sicht (gemessen an den jüngsten Wachstumsraten) alles andere als teuer.

Bedenken Sie aber, dass Eckert & Ziegler in den vergangenen Jahren auch immer wieder operative Schwierigkeiten hatte!

Daher ist die Aktie der mittelständischen AG aus meiner Sicht nichts für Investoren, die auf der Suche nach ruhigen und konservativen Werten sind.

9. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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