Edelmetall-Update: es geht weiter aufwärts

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Durch die gestiegene Verunsicherung an den Finanzmärkten geht es auch bei den Edelmetallen wieder nach oben – Gold und Silber werden eben als klare Absicherung angesehen. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Die Entwicklung beim Gold ist weiterhin positiv. So erreichte der Goldpreis gestern mit über 1.760 USD pro Feinunze fast das 7 ½-Jahreshoch, das Mitte Mai erreicht worden war. Tatsächlich sorgten neue Meldungen aus den USA für den kurzfristigen Schub beim Goldpreis.

Einmal mehr verunsicherten Äußerungen aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump die Finanzmärkte. So hatte Trumps Wirtschaftsberater Navarro erklärt, das das Handelsabkommen mit China vorerst beendet sei. Schon kurz danach folgte ein Dementi und das sorgte dann wieder für einen schwächen Goldpreis.

Heute nun notiert der Goldpreis knapp 10 USD unter dem Vortagesniveau – aber der Preis bleibt weiterhin sehr hoch. Das gilt auch für uns in Deutschland. Mit rund 1.550 € pro Unze notiert der Goldpreis so hoch wie zuletzt Anfang Juni.

Grundsätzlich bleibt die gesamte Lage rund um die Finanzmärkte und rund um die Corona-Krise weiterhin positiv für den Goldpreis. Es bleibt einfach die Sorge vor einer weiteren massiven Ausbreitung des Corona-Virus. Und tatsächlich hat die Weltgesundheitsorganisation WHO am Montag mit 183.000 Neuinfektionen den bisherigen Rekordwert für einen Tag vermeldet. Daran sehen Sie eins ganz deutlich: Auch wenn sich die Lage bei uns rund um Corona beruhigt hat – mit Ausnahme des massiven lokalen Ausbruchs im Kreis Gütersloh – so bleibt das Thema doch international gesehen weiter von großer Bedeutung.

Je größer die Unsicherheit, desto höher die Edelmetallpreise

Dabei haben die vergangenen Monate in der Corona-Krise immer wieder gezeigt: Wenn die Verunsicherung gestiegen ist, hat es auch eine positive Entwicklung beim Goldpreis gegeben. Das ist nahezu tagesaktuell auch bei den großen Gold-ETFs abzulesen. Das sind börsengehandelte Anlageinstrumente, bei denen man direkt in Gold investieren kann – ohne das Metall aber physisch zu besitzen.

Bei den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs hat es allein gestern wieder Zuflüsse von 6 Tonnen gegeben. Damit sind die Bestände zuletzt massiv gestiegen wie das Beispiel des SPDR Gold Trust zeigt. Das Gesamtvolumen liegt jetzt bei 37,5 Mio. Unzen oder umgerechnet 1.166 Tonnen. Das entspricht dem höchsten Niveau bei diesem ETF seit dem September 2013. Allein in den vergangenen drei Monaten ist so das Gesamtvolumen um 258 Tonnen angestiegen.

Im Fahrwasser des Goldes geht es derzeit auch beim Silber wieder klar nach oben. So ist die Marke von 18 USD pro Unze wieder in Reichweite gerückt – ein Niveau, auf dem der Silberpreis seit Anfang Juni nicht mehr war.

Der Blick auf die Edelmetalle macht Ihnen eins wieder deutlich: Wenn die Verunsicherung an den Märkten zunimmt, legen die Edelmetralle wieder zu – wenn auch nur leicht in diesen Tagen, aber auch das kann sich schnell ändern.

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Heiko Böhmer
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