Edelmetalle 2015: Immer mehr zurückhaltende Prognosen

Kurz vor dem Jahreswechsel tauchen immer mehr Prognosen für die Marktentwicklung im kommenden Jahr auf. Jetzt bin ich beispielsweise auf die Preisprognosen für die Edelmetalle von Credit Suisse stoßen.

Die Experten erwarten nun eine Handelsspanne beim Gold 1von 1.100 und 1.300 Dollar pro Unze. Grundsätzlich reduzieren Sie ihr Preisziel für 2015 auf nur noch 1.225 Dollar pro Unze. Den langfristigen Preis sehen sie nun in einem Bereich zwischen 1250 und 1300 Dollar pro Unze.

Fällt Ihnen etwas auf? Die Euphorie ist aus dem Edelmetallmarkt verschwunden. Optimistische Prognosen mit neuen Rekordständen sind derzeit so selten wie Schneeflocken in deutschen Großstädten.

Immerhin sehen die Experten von Credit Suisse einen Boden beim Goldpreis im Bereich um 1200 Dollar – also auf dem Niveau auf dem wir uns gerade befinden. Mittelfristig erwartet Credit Suisse einen Engpass bei der Produktion.

Das liegt vor allem an den wenigen neuen Projekten, die in den vergangenen Jahren entdeckt worden sind. So ist es hauptsächlich so, dass die neuen Vorkommen als Ersatz für die abgebauten Mengen dienen. Ein neues Angebot entsteht auf diesem Wege nicht.

Silber hat laut Credit Suisse noch weniger Potenzial als Gold

Auch beim Silber haben die Experten ihre Prognose deutlich nach unten angepasst. Für das kommende Jahr liegt die Preiserwartung nur noch bei 17,70 Dollar pro Unze. 2016 soll der Preis dann durchschnittlich auf 19,30 Dollarsteigen. Und erst 2017 soll der Silberpreis wieder die Marke von 20 Dollar erreichen.

Auch hier ist klar erkennbar: Optimismus sieht anders aus. Vor allen Dingen wird es bei solchen Preisen auf lange Sicht für extrem viele Produzenten schwierig, überhaupt noch Geld zu verdienen. Derzeit liegen bei vielen Produzenten die gesamten Kosten im Bereich um 20 Dollar. Sollte der Preis eben im kommenden Jahr tatsächlich in diesem Bereich unter 18 Dollar landen, machen viele Silberminen durchgehend Verluste.

Daher wenden die Credit Suisse Experten ihren Blick auch auf andere Rohstoffe. Hier sehen Sie deutlich größeres Potenzial. Zum einen steht Zink hoch im Kurs. Auch beim Uran sollte sich der positive Trend der vergangenen beiden Monate fortsetzen. Was genau hinter diesen beiden Rohstoffen steht, werde ich Ihnen in der kommenden Woche noch einmal detailliert vorstellen.

18. Dezember 2014

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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