Edelmetalle auf der Überholspur: Das ist jetzt wichtig

Der Höhenflug der Edelmetalle setzt sich weiter fort.

Dabei schauen die meisten Investoren nur auf die Entwicklung beim Gold und Silber. Die ist schon herausragend.

Nicht nur Gold und Silber, auch Platin ist interessant

Doch in der vergangenen Woche war ein anderes Edelmetall der Top-Performer. Ich spreche hier von Platin. Allein in einer Woche ist der Platin-Preis um 6,4% angestiegen.

Lange Zeit stand dieses Edelmetall besonders unter Druck. Aussichten über eine schwächere Auto-Konjunktur hatten den Preis im Januar auf ein Jahrestief nach unten gedrückt.

Dazu müssen Sie wissen: Platin ist sehr wichtig für die Herstellung von Katalysatoren die in der Auto-Produktion eingesetzt werden.

Doch nun hat sich die Marktlage gewandelt. Vom Jahrestief im Januar bis jetzt hat der Platinpreis schon um enorme 32% zugelegt. Dennoch ist der Abstand zum Gold-Preis immer noch deutlich.

Dieses Verhältnis spielt an den Rohstoff-Märkten traditionell eine große Rolle. Normalerweise kostet Platin mehr als Gold.

Das kennen Sie sicherlich auch von Besuchen bei Juwelieren, wo Platin-Schmuck in den allermeisten Fällen teurer angeboten wird als Gold-Schmuck.

Doch in den vergangenen 2 Jahren hat sich das Bild gedreht. Der Goldpreis notierte über dem Platin-Preis. In der Spitze ergab sich so ein Gold-Platin-Verhältnis von rund 1,2. Werte von weniger als 1 sind hier die Regel.

Gleichzeitig hat es beim Platin-Markt zuletzt auch größere Angebots-Probleme gegeben. Immerhin 70% des weltweiten Angebots kommt beim Platin aus den 2 Ländern Südafrika und Russland.

Starke Preissteigerungen können noch weiter anhalten

Für das laufende Jahr erwarten die Experten von Metals Focus wieder ein klares Angebots-Defizit beim Platin. Dies kann nur durch ausgeweitetes Recycling aufgefangen werden.

Aktuell erleben wir sicherlich erst einmal eine technische Erholung beim Platin. Hier wird das vorhandene Aufhol-Potenzial im Vergleich zu den anderen Edelmetallen entfaltet.

Grundsätzlich wird die gesamte Anlageklasse doch extrem spannend. Immerhin erreichte Gold gestern mit kurzzeitig mehr als 1.300 Dollar den höchsten Stand seit 15 Monaten.

Hier sehen Sie schon, was bei einer anhaltenden Dollar-Schwäche, wie wir sie derzeit erleben, bei den Rohstoffen und speziell den Edelmetallen noch möglich ist.

Fazit

Einmal mehr zeigt sich: Ein schwacher Dollar treibt die Edelmetall-Preise an. Insofern ist es auch gut möglich, dass der aktuelle Aufwärtstrend bei den Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin noch erst einmal anhält.

3. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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