Edelmetalle: Die Schwäche setzt sich fort

Heute gibt‘s noch einmal um die Entwicklung des Silberpreises.

Wie sie sich bestimmt erinnern, habe ich erst vor wenigen Tagen das Thema an dieser Stelle aufgegriffen.

Doch die Entwicklung verläuft rasant beim Silber; damit ist schon wieder Zeit für ein Update.

In der vorigen Woche hatte ich ihn geschrieben: „Immerhin hat der Silberpreis mir knapp unter 16,50 Dollar den niedrigsten Stand seit 6 Wochen erreicht.

Wie so oft hat der wieder klar stärkere Dollar hier den Silberpreis nach unten geschickt. Aber gerade jetzt erreicht der Silberpreis auch eine gefährliche Region aus technischer Sicht.

So verläuft der maßgebliche 50-Tage-Durchschnitt beim Silber bei 16,33 Dollar pro Feinunze. Hier notiert der Preis noch leicht darüber. Doch sollte diese Unterstützung nicht halten, droht weiteres Abwärtspotenzial.

Viele Trader orientieren sich mit ihren Positionen an den gleitenden Durchschnitten. Dabei hat der 50-Tage-Durchschnitt ohne Frage eine deutlich größere Bedeutung als der kurzfristig ausgelegte 20-Tage-Durchschnitt.

Sehr aufschlussreich ist auch der Blick auf den langfristigen Trend anhand des 200-Tage-Durchschnitts. Der notiert aktuell bei 15,16 Dollar und bildet somit die nächste maßgebliche Unterstützung für die Silber-Korrektur.“

Silberpreis klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt – das Abwärtspotenzial bleibt groß

Nun verliert der Silberpreis zu Wochenbeginn wieder klar und hat zeitweise schon die Marke von 16 Dollar unterschritten. Das ist der niedrigste Silberpreis seit Anfang April.

Wie von mir erwartet, hat der 50-Tage-Durchschnitt beim Silber nicht gehalten und somit ist tatsächlich nun ein weiteres Abrutschen beim Silber möglich.

Wie so oft fällt die Preisentwicklung beim Silber heftiger aus als beim Gold. Doch auch dort tut sich in diesen Tagen extrem viel.

Gold nimmt derzeit Kurs auf die Marke von 1.200 Dollar pro Unze. So niedrig notierte der Goldpreis zuletzt im Februar dieses Jahres.

Gleich zwei Faktoren sorgen bei beiden Edelmetallen für die akute Schwäche. Zum einen ist es der wieder deutlich stärkere Dollar, der traditionell negativ für die Edelmetalle ist.

Gleichzeitig wächst die Befürchtung vor einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed bei der nächsten Sitzung jetzt im Juni.

Beide Faktoren setzen die Edelmetallpreise unter Druck und haben auch das Potenzial, dass sich diese Entwicklung noch weiter fortsetzen kann.

Insofern bleibe ich bei meiner Empfehlung und rate zum Abwarten sowohl beim Silber als auch beim Gold.

30. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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