Edelmetalle: Diese Woche ist entscheidend

Mögliche Zins-Entscheidungen machen diese Woche für die Edelmetalle ganz wichtig. In diesem Beitrag erfahren Sie Näheres darüber: (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Diese Woche wird extrem spannend an den Edelmetallmärkten.

Dazu müssen Sie eines wissen: Derzeit notieren Gold und Silber deutlich schwächer.

Gold und Silber im Sinkflug

So hat Gold in der vergangenen Woche mit einem Minus von 2,5% beendet – und das ist das niedrigste Niveau seit Ende Juli.

Silber notiert sogar noch schwächer als Gold und hat allein in der vergangenen Woche fast 3,5% an Wert verloren.

Mit einem Preis von weniger als 16 Dollar pro Unze hat der Silberpreis alleine in den vergangenen 3 Wochen mehr als 9% verloren und notiert auf dem niedrigsten Stand seit 5 Monaten.

Und gerade in der jetzt startenden Woche stehen 2 wichtige Entscheidungen von Notenbanken an:

Am Mittwoch wird die US-Notenbank über die weitere Zins-Entwicklung in den USA entscheiden.

So wie es derzeit aussieht, werden die Währungshüter in den Vereinigten Staaten die Zinsen um 0,25% auf dann 1,5% anheben.

Einen Tag später wird beim Zinssatz in der Euro-Zone wohl erst einmal alles beim Alten bleiben.

Doch steigende Zinsen werden traditionell als negativ für Gold angesehen. Dahinter steckt die Überlegung, dass es bei steigenden Zinsen weniger attraktiv ist Gold zu halten.

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Das liegt nun einmal daran, dass Gold keine Zinsen abwirft. Aber ob diese klassische Argumentation derzeit auch noch greift, wird sich erst zeigen müssen…

Was macht die US-Notenbank dann 2018?

Entscheidend ist auch der Blick auf das kommende Jahr und die weiteren möglichen Zins-Anhebungen durch die US-Notenbank.

Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass wir in den nächsten 12 Monaten 2 weitere Zinsschritte durch die US-Notenbank sehen werden.

Die Fed selbst hatte sogar 3 mögliche Zinsschritte bis zum November 2018 angekündigt.

Doch diese Prognose erscheint vielen Experten mittlerweile als zu positiv, denn die Inflation in den USA kommt nicht in Gang.

Solange das so ist, sind auch keine massiven weiteren Zins-Erhöhungen zu erwarten. Kurz belastet sicherlich auch die Entwicklung bei Bitcoin den Goldpreis.

Durch die Einführung von Termin-Kontrakten gibt es eben ab jetzt auch noch andere Möglichkeiten für Großinvestoren auf die digitale Währungen zu setzen.

Das Positive zum Schluss

Aber eine Sache stimmt derzeit sehr positiv: Gold hatte zuletzt regelmäßig einen sehr guten Jahresstart – nach einem oft schwachen Dezember:

  • 2014 stieg so der Goldpreis vom Dezember-Tief bis Mitte Februar um knapp 10%.
  • 2015 stand hier sogar ein massiver Zuwachs von 21% zu Buche.
  • Und im vergangenen Jahr lag der Zuwachs hier immerhin noch bei 12%.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.