Edelmetalle: Für 2020 stehen die Chancen gut

Gold Symbolbild Barren_shutterstock_343993928_Africa Studio

Hohe Nachfrage der Notenbanken wird den Goldpreis weiter antreiben. Doch auch beim Palladium sieht es noch sehr gut aus. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Die Edelmetallmärkte bleiben weiter stark in Bewegung. Der Fokus richtet sich hier natürlich weiterhin auf Gold. Insbesondere die immer noch offene Frage rund um den Konflikt zwischen den USA und China bietet hier neue Fantasie. Das haben wir erst vor wenigen Tagen gesehen. Da erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er auch gewillt sei noch ein weiteres Jahr zu warten, bis es zu einer Einigung mit China kommt.

Das schickte die Standardaktien nach unten und ließ den Goldpreis deutlich ansteigen. Hier sehen Sie einmal mehr: Gold ist nun einmal ein Krisenbarometer. Und wenn die Nachrichten bei diesem so wichtigen Thema wie dem Handelskonflikt zwischen den USA und China negativ ausfallen, können Sie fast sicher davon ausgehen, dass es beim Gold weiter nach oben geht.

Dieses Thema wird uns ohne Frage auch noch im Jahre 2020 bewegen. So ist jetzt noch gar nicht klar, wie ein Deal zwischen den beiden Ländern aussehen könnte. Außer blumigen Ankündigungen von beiden Seiten und weiteren Verschärfungen der Lage durch die Ankündigung neuer Strafzölle, ist bislang wenig passiert was wirklich eine Lösung bringen könnte.

Goldmarkt bleibt im Fokus der Investoren

Eins muss ihn dabei immer bewusst sein: Der Goldmarkt wird nicht nur von einem Thema beeinflusst. Hier spielen viele Faktoren eine große Rolle. Ganz wichtig ist hier immer die Rolle der Notenbanken in den vergangenen Jahren gewesen. Wie Sie wissen, halten viele Notenbanken rund um den Erdball signifikante Goldbestände. Die sind dann immer Teil der Währungsreserven der einzelnen Notenbanken und da kommt es schon darauf an, wie groß der Goldanteil an den Gesamtwährungsreserven ist.

Wie jetzt wieder Zahlen von Bloomberg zeigen, wird 2019 wollte das Jahr in der Geschichte sein mit den höchsten Käufen von Notenbanken in den vergangenen 50 Jahren. Aktuell liegt die Nachfrage der Notenbanken so hoch, dass 20 % der globalen Minenproduktion von den Notenbanken gekauft wird. Sollte sich dieser Trend im kommenden Jahr fortsetzen, ist mit weiteren Zuwächsen beim Goldpreis zu rechnen.

Doch das Universum der Edelmetalle ist deutlich größer. Im Fokus stand dieses Jahr schon Palladium mit Rekordpreisen. Ganz aktuell hat die Schweizer UBS eine Prognose veröffentlicht, wonach für das Jahr 2020 auch ein Palladiumpreis von 2.000 USD pro Unze möglich ist. So wie es eben aktuell aussieht, wird der Palladiummarkt nun das neunte Jahr mit einem Marktdefizit erreichen. Und genau das wird den Preis weiter stützen.

Diese Übersicht zum Edelmetallmarkt zeigt Ihnen eine Sache ganz deutlich: Auch 2020 wird uns dieser Sektor noch viele spannende News und Entwicklungen liefern – und Sie sind hier immer ganz vorne mit dabei.

Gold Symbolbild Barren_shutterstock_343993928_Africa Studio

Edelmetalle glänzen: Was machen eigentlich Gold und Silber?Silber hatte dank Corona eine starke Rallye. Das Tief dieses Jahr lag unter 12 US-Dollar. Hoch ging es dann im Juli bis auf fast 30 US-Dollar. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Heiko Böhmer. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz