Edelmetalle: Gold startet weiter durch

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Die nächste wichtige Marke von 1.500 Dollar rückt beim Gold in Reichweite – der Aufschwung setzt sich fort. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Bei den Edelmetallen ist aktuell sehr viel los: Gold steigt immer weiter an und steht jetzt schon knapp vor der 1.500 Dollar-Marke. Palladium kommt hingegen deutlich zurück. Auf jeden Fall lohnt es sich auch heute noch einmal auf das aktuelle Marktgeschehen zu schauen.

Der derzeitige Aufschwung beim Gold läuft stetig weiter. Und nach der Zinssenkung in den USA hat der Aufwärtstrend neuen Schwung bekommen. Jetzt rückt sogar die Marke von 1.500 Dollar pro Unze in Reichweite. So hoch stand der Goldpreis zuletzt im Frühjahr 2013. Doch Gold wird ja nicht nur in US-Dollar gehandelt. Und da tun sich bei den anderen Währungen aktuell erstaunliche Dinge.

So hat Gold beispielsweise in kanadischen Dollar oder auch australischen Dollar und auch auf Basis des britischen Pfunds neue Rekordpreise erreicht. Hier sehen Sie deutlich: Der Bullenmarkt beim Gold läuft auf jeden Fall – nur fällt das nicht so auf, weil weder in US-Dollar noch in Euro neue Rekorde erreicht worden sind. Mit 1.332 Euro pro Unze hat Gold aber jetzt auch den höchsten Preis seit Ende 2012 erreicht.

Die Attraktivität beim Gold wird auch weiterhin von den internationalen Notenbanken gesehen. Die haben im ersten Halbjahr 2019 weiter massiv die Goldbestände aufgestockt – das zeigt eine aktuelle Statistik des World Gold Council (WGC). So haben die globalen Notenbanken ihre Goldbestände um 374,1 Tonnen aufgestockt. Damit hat die Goldnachfrage in diesem Segment ein neues 3-Jahres-Hoch erreicht.

Und es sind nicht immer nur die Länder in der ersten Reihe wie Russland oder China, die ihre Bestände massiv aufstocken. Im ersten Halbjahr hat beispielsweise Aserbaidschan die Goldreserven um 33% erhöht. Die Türkei hat allein in einer Woche die offiziellen Goldbestände um 164 Mio. Dollar aufgestockt. Sie sehen ganz deutlich: Hier ist extrem viel Bewegung im Goldsektor. Das spricht auch dafür, dass in der nächsten Zeit das Interesse hoch bleiben wird.

Palladium: Höhenflug erst einmal vorbei

Ganz anders stellt sich die Lage beim Palladium dar. Hier ist der Höhenflug wohl erst einmal vorbei. Das Edelmetall war zuletzt deutlich teurer als Gold gewesen. In der Spitze hatte der Preisaufschlag mehr als 120 Dollar pro Unze betragen. Doch nun notiert Palladium wieder unterhalb des Goldpreises – und das ist auch so etwas wie der Normalzustand.

Allein in der vergangenen Woche ging es beim Palladium um 8% nach unten – das ist schon eine massive Korrektur. Die massiven Verluste hängen eng mit den Strafzöllen der USA gegenüber China zusammen. Dabei ist nicht klar, ob die Automobilindustrie davon massiv betroffen sein wird.

Palladium ist aber gerade für die Automobilindustrie sehr wichtig, als wichtiger Bestandteil bei Abgaskatalysatoren. Daher schwankt der Preis auch stark – wenn es Unsicherheiten in dem Sektor gibt.

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Heiko Böhmer
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