Eigenkapitalforum Frankfurt: QSC profitiert von der Info AG-Übernahme

Der IT-Kommunikationsbieter QSC hat auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt erläutert, wie die hohen Unternehmensziele erreicht werden sollen (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Aktuell befinde ich mich für die Leser meines Börsendienstes „Der Übernahme-Gewinner“ auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt.

Mehrere Tausend Investoren und Analysten nutzten die 3-tägige Veranstaltung, um sich direkt vom Management die Geschäftsentwicklung präsentieren zu lassen.

Neben diversen anderen Unternehmen, war ich heute Mittag bei dem Internet-Kommunikationsanbieter QSC.

QSC will den Cashflow in den kommenden 5 Jahren mindestens verdreifachen

Bereits zur Eröffnung wurde deutlich, dass der Finanzchef Jürgen Hermann mit der Aktienkurs-Entwicklung nicht zufrieden ist. Er verwies ausdrücklich auf vorher gemachte Aussagen zum Unternehmensverlauf und sieht QSC auf einem starken Wachstumsweg.

Indirekt wollte er wohl damit sagen, dass sein Unternehmen an der Börse zu günstig bewertet ist und die Analysten dem langfristigen QSC-Zielen mehr Glauben schenken sollten.

Besonders auf den hohen Cashflow verwies der Finanzchef. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2016 einen Cashflow von 120 bis 150 Mio. Euro zu erwirtschaften. Dies sei keine aus der Luft gegriffene Zahl, sondern das, was er für realistisch hält.

Um die Glaubwürdigkeit weiter zu erhöhen, fügte Hermann sogleich an, dass in den vergangenen 4 Jahren der Cashflow von -57,8 Mio. Euro auf +40 Mio. Euro angestiegen ist. „Hätte ich Ihnen das 2007 gesagt, hätten Sie mir vermutlich auch nicht geglaubt.“

Effizienzsteigerung ist der Schlüssel zum Erfolg

Um die hohen Cashflow-Ziele zu erreichen, will QSC effizienter werden. Hermann führte aus, dass der Umsatz deutlich stärker steigen werde als die Kosten.

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Steigen die Umsätze schneller als die Kosten, führt das zu einer Verbesserung der Ergebnis-Marge und zu einem höheren Gewinn. Ziel ist es, die EBITDA-Marge in den kommenden Jahren auf 25% zu steigern (akt. 17%).

Dazu beitragen soll insbesondere die vor kurzem übernommene Info AG, die als Türöffner für namhafte Mittelstands- und Großkunden fungiert und sehr profitabel arbeitet.

Zusammen mit einer Verstärkung der Verkaufsaktivitäten sollen bis 2016 Umsatzerlöse von mind. 800 Mio. Euro erwirtschaftet werden (2011e 478 Mio. Euro).

Die Aktionäre sollen am kommenden Unternehmenserfolg mitverdienen. Zum ersten Mal wird QSC im kommenden Jahr eine Dividende zahlen. Als erste Richtgröße werden 8 Cent je Aktie genannt, was einer Dividendenrendite von 3,9% entspricht.

QSC: Jäger oder auch Gejagter?

QSC hat sich mit der Übernahme der Info AG deutlich verstärkt. Das Angebot wurde vergrößert und neue profitable Kunden wurden erschlossen. Die Strategie ist richtig und kann das Unternehmen zum ersten IT-Kommunikations-Ansprechpartner für den deutschen Mittelstand  machen.

Gelingt das, dann sind auch die hohen Unternehmensziele erreichbar.

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Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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