Ein Börsenstar aus Dänemark

Populär wurde PANDORA durch das einzigartige „Moments-Charm-Armband-Konzept“.

Dank der austauschbaren Elemente war es erstmals möglich, sich mit wenig Aufwand ein individuelles Schmuckstück selbst zusammenzustellen.

Die große Gestaltungs-Freiheit, die durch diese Schmuck-Vielfalt entsteht, macht das Konzept bei Frauen so beliebt.

Dementsprechend hoch ist auch die Kunden-Bindung.

Frauen lieben das Konzept und machten PANDORA zu einem der größten Schmuck-Hersteller

Mit einem Börsenwert von gut 13,8 Mrd. € hat PANDORA den wohl bekanntesten Schmuck-Hersteller Tiffany, der es auf 8,1 Mrd. € bringt, schon deutlich überflügelt.

Der Schmuck wird in mehr als 90 Ländern in 9.500 Verkaufs-Stellen, darunter rund 1.500 Concept-Stores, verkauft.

PANDORA hat 13 Niederlassungen weltweit und beschäftigt mehr als 14.200 Menschen, 10.000 davon im Industriepark Gemopolis in Thailand.

PANDORA und Disney – eine gewinnbringende Verbindung

Einen lukrativen Deal schlossen die Dänen mit Walt Disney ab. Der Vertrag sieht vor, dass PANDORA in den Geschäften und Parks des Unterhaltungs-Riesen Charms aus Silber und Gold verkauft, die Disney-Figuren nachempfunden sind.

Immerhin sind die USA mit 1/4 der Umsätze der größte Absatzmarkt für PANDORA.

In Deutschland will der Konzern das Filialnetz verdoppeln, dazu rund 80 Mietobjekte der Damenmode-Marke Biba übernehmen und zugleich die Marketing-Aktivitäten mit mehr Präsenz in TV-, Online- und Printmedien erhöhen.

Die Zahlen sprechen für sich

Unterbrochen von einem missglückten Ausflug ins Luxus-Segment, der 2012 zu einem Gewinn-Einbruch führte, hat PANDORA bei Gewinn und Umsatz kontinuierlich zugelegt.

Beim Umsatz verbuchte der Schmuck-Konzern im Geschäftsjahr 2015 ein dickes Plus von 40,2% auf 2,24 Mrd. €.

Begünstigt durch niedrigere Rohstoff-Preise verbesserte sich die Brutto-Marge von 70,5 auf 72,9%. Sie liegt damit deutlich über den 65%, die Luxus-Konzerne wie LVMH oder Richemont erreichen.

Wachstum in allen Regionen

In Amerika wuchs PANDORA um 31,8%, in Europa um 42,3%, und in der Region Asien-Pazifik sogar um 58,0%.

Mit einem Anteil von 62,1% und einem Umsatz-Anstieg von 54,1% sind die eigenen Concept-Stores PANDORAS wichtigste Vertriebs-Schiene.

PANDORA wird auch in Zukunft vermehrt auf den Ausbau der eigenen Concept-Stores setzen. Denn hier sind für den Konzern die Margen am höchsten.

Insgesamt sollen 2016 weltweit 250 neue Geschäfte eröffnet werden. Davon 60% in Europa und jeweils 20% in Asien und den USA.

Glänzende Margen

Mit seinen Anhängern für Armbänder und anderen Kostbarkeiten konnte PANDORA auch die Profitabilität weiter erhöhen.

Der operative Gewinn sprang um 42,8% auf 832,9 Mio. €. Dabei arbeitet PANDORA hochprofitabel:

Zwischen 2012 und 2015 stieg die Eigenkapital-Rendite auf mehr als das 3-fache von 19,9% auf knapp 60%.

Unterm Strich hat PANDORA 18,6% mehr verdient als 2014. Der Gewinn pro Aktie stieg durch Aktien-Rückkäufe um 23,5% auf 4,11 €.

Ganz klar vorn

PANDORA erfüllt nahezu alle Kriterien und schlägt an der Börse so ziemlich alles, was Rang und Namen hat – darunter Kursraketen wie Apple oder den Internet-Giganten Google, die im 3-Jahres-Vergleich klar das Nachsehen haben.

Während PANDORA mit einer Kursrendite von 430% triumphiert, folgen Google mit 86% und Apple mit 83%. Gut 20% jährlich liegen für Sie immer noch drin, und das bei einer Sicherheits-Marge von 64%.

22. April 2016

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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