Ein Crash und seine Folgen: Thomas Cook -Pleite für zu Milliardenschäden

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Die Thomas Cook-Pleite ist eine Mega-Pleite – mit Folgen die weit über den Tourismus hinausgehen. Doch so etwas kann auch in anderen Branchen passieren. (Foto: IlkerErgun / Shutterstock.com)

Ein Beispiel dafür, wie die Pleite eines einzelnen Unternehmens enorme Folgeschäden verursachen kann, sehen Sie derzeit an dem Bankrott des englischen Reiseveranstalters Thomas Cook. Doch hier geht es nicht nur um die direkten Schäden, welche Reisende erleiden, die dort gebucht haben. Außerdem stehen auch viele Hotels und kleinere Veranstalter, die mit Thomas Cook zusammengearbeitet haben, ebenfalls vor dem Ruin, weil ihre Bezahlung ausbleibt und sie zudem keine Aufträge mehr erhalten.

Dieses Beispiel verdeutlicht Ihnen ganz klar wie stark doch der Einfluss von einzelnen Firmen auf ganze Branchen oder auch Regionen sein kann. Experten schätzen, dass die Schäden in der Summe nur durch diese eine Pleite viele Milliarden Euro betragen werden. Alleine in Griechenland belaufen sie sich auf 500 Millionen Euro, in Spanien auf 200 Millionen Euro und in der Türkei auf 350 Millionen Euro. Dem afrikanischen Staat Gambia droht sogar eine Wirtschaftskrise, weil dieses Land 30 Prozent nur durch Tourismus erwirtschaftet und Thomas Cook dort zu den größten Veranstaltern gehörte.

Das ist ein warnendes Beispiel dafür, mit welchen enormen Folgeschäden zu rechnen ist, wenn im Zuge einer neuen Finanzkrise hierzulande Konzerne Bankrott gehen. Muss beispielsweise nur ein Autobauer seine Produktion zurückfahren oder gar ganz einstellen, dann hat das unmittelbare Folgen für sein Personal, die Zulieferer und von diesen abhängige weitere Unternehmen, welche dann schnell in die Pleite getrieben werden könnten. Immerhin hängt jeder sechste Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt von der Autoindustrie ab.

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Massenentlassungen lassen die Massenkaufkraft einbrechen

Es kommt dann schnell zu Massenentlassungen und in Folge davon durch den entsprechenden Rückgang der Massenkaufkraft zu einem Teufelskreislauf aus immer weniger Umsatz, noch mehr Unternehmenspleiten, noch mehr Arbeitslosigkeit und weiter einbrechender Massenkaufkraft – eine klassische deflationäre Abwärtsspirale, die kaum noch gestoppt werden kann. Doch diese Gefahr spielt in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle – auch weil in Deutschland eine starke Fixierung auf die Inflation als größtmögliche Krise vorhanden ist.

Deshalb ist es für Sie wichtig, auf keinen Fall in der jetzigen unsicheren Zeit auf zyklische, konjunkturempfindliche Aktien wie denen der Autoindustrie, des Maschinenbaus, des Tourismus oder der chemischen Industrie zu setzen – hier verlieren Sie mit großer Wahrscheinlichkeit enorme Mengen an Geld. Aussichtsreicher sind hier die sogenannten Krisen-Gewinner-Unternehmen. Diese Aktien haben in der Vergangenheit immer wieder ihre Stärke genau dann ausgespielt, wenn andere Unternehmen mit dem Rücken zur Wand standen.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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