Österreichische Post mit positiver Entwicklung

Die Österreichische Post ist der führende Postdienstleistungskonzern Österreichs. Hier lesen Sie alles, was man aktuell darüber wissen muss: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Dass die Aktie der Deutschen Post vom Onlinehandel profitiert, ist ein alter Hut; irgendwann hat auch der letzte Anleger kapiert, wie der Hase läuft.

Doch große und lang anhaltende Trends haben den Vorteil, dass man als Anleger auch besonders lange davon profitieren kann.

Es ist keineswegs so, dass die Entwicklung beim Online-Handel bereits eingepreist wäre.

Noch immer gibt es enorme Wachstums-Perspektiven; beispielsweise dann, wenn man Einkaufen im Internet weiter denkt.

Was, wenn wir nicht mehr in Supermärkte gehen, sondern uns auch Güter des täglichen Bedarfs bequem liefern lassen?

Etablierte Dienstleister sind perfekt positioniert, um von allen Entwicklungen zu profitieren. Das gilt auch für Unternehmen aus eher kleinen Ländern, wie etwa in Österreich.

Die Österreichische Post im Kurzportrait

Die Österreichische Post ist das führende Postdienstleistungs-Unternehmen Österreichs.

Das operative Geschäft ist in die 2 Divisionen Brief & Filialnetz und Paket & Logistik unterteilt.

Nach der vollständigen Liberalisierung des Briefmonopols in 2011 will man eventuell wegbrechende Umsätze im Briefgeschäft in der Sparte Paket & Logistik kompensieren.

Mit 23 Tochtergesellschaften ist die  Österreichische Post im Brief- und Paketmarkt in 11 Ländern vertreten.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Der Konzern erreichte im 1. Halbjahr einen Umsatz von 953,7 Mio €. Bereinigt um die verkaufte trans-o-flex entspricht das einem Anstieg um 1,9%.

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Sowohl die Sparte Brief, Werbepost & Filialen als auch die Sparte Paket & Logistik entwickelten sich zufriedenstellend.

Obwohl der klassische Brief weiterhin durch elektronische Post ersetzt wird, lag der Umsatz des Briefbereichs nur etwas unter dem Vorjahr.

Deutliche Zuwachsraten verzeichnete der Paketbereich.

Die Gesellschaft profitierte hier von einem dynamischen Marktwachstum durch den Trend zum Online-Shopping, der zu einem starken Anstieg von E-Commerce-Paketen an Privatkunden führte.

Sowohl im Brief- als auch im Paketgeschäft wirkte sich die Einführung einer vereinfachten Produkt-Struktur rund um das neue Produkt „Päckchen“ – ein speziell auf die Anforderungen des E-Commerce- Marktes ausgerichtetes Angebot – positiv auf den Umsatz aus.

Mit diesem Produkt werden Synergien bei der Zustellung von Briefen und Paketen noch effizienter genutzt.

So konnte die  Österreichische Post ihre starke Wettbewerbs-Position in diesem hart umkämpften Markt gut behaupten.

Aufgrund des soliden Umsatzes und dank konsequenter Kosten-Disziplin lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 102,2 Mio. € um 3,6% über dem Niveau des Vorjahres.

Ausblick

Um das stark wachsende Paket-Volumen auch zukünftig zu meistern, befindet sich ein umfangreiches Programm zur Kapazitäts-Erweiterung in Vorbereitung.

Für 2017 geht die  Österreichische Post von einer stabilen Umsatz-Entwicklung aus, gleichzeitig wird eine EBIT-Verbesserung angestrebt.

Wir erwarten eine durchschnittliche Kurs-Entwicklung. Das Unternehmen bleibt für die Watchlist interessant.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.