Ein Geldregen von 38 Mrd. Euro hat begonnen

Haben auch Sie dieses Jahr bereits Ihre ersten Dividendenzahlungen erhalten? In den kommenden Wochen gibt es diesbezüglich einiges zu holen. Denn deutsche Unternehmen zeigen sich dieses Jahr erneut sehr spendabel: 38 Mrd. Euro werden insgesamt voraussichtlich als Dividenden in die Taschen der Aktionäre fließen – das hat die DZ Bank ausgerechnet.

Im Vergleich zu den aktuell quasi nicht mehr vorhandenen Renditen mit Zins-Investments sind das geradezu paradiesische Zustände. Es lohnt sich für Sie also durchaus, mal über Dividendenwerte nachzudenken.

Dividendenrenditen zwischen 4 und 5% mit DAX-Werten möglich

Viele DAX-Konzerne lassen ihre Aktionäre an der starken Geschäftsentwicklung des Vorjahres teilhaben und schütten hohe Dividendenrenditen aus. Spitzenreiter in punkto Dividendenrendite sind Allianz (5,1%), Münchener Rück (4,7%), Siemens (4,4%) und ProSiebenSat 1 Media (4,1%).

Nebenwerte zahlen noch höhere Dividenden

Wenn Sie auf der Suche nach möglichst hohen Dividendenrenditen sind, lohnt sich ein Blick in den Nebenwertebereich: Freenet (6,2%), Viscom (+6,1%) oder Drillisch (5,3%) bieten noch etwas mehr als die DAX-Konzerne. Allerdings gehen Sie mit kleineren Werten in der Regel auch ein etwas höheres Risiko ein.

Dividendenrendite sollte nicht Ihr einziges Auswahlkriterium sein

Ich rate Ihnen jedoch, bei der Auswahl der Dividendenwerte nicht allein auf die Höhe der Dividendenrendite zu schauen. Eine hohe Dividendenrendite allein garantiert keinen Anlageerfolg, da eine schwache Entwicklung beim Aktienkurs die Dividendenrendite zunichte machen kann.

Ein ebenfalls sehr wichtiger Punkt ist eine stetige Dividendenpolitik des Unternehmens. Wenn Sie langfristig in Dividendenwerte investieren möchten, wählen Sie idealerweise diejenigen aus, die ihre Dividenden regelmäßig erhöhen und keine zwischenzeitlichen Dividendenkürzungen vornehmen oder gar Dividenden komplett ausfallen lassen.

Auch die Ausschüttungsquote (also der Anteil vom Unternehmensgewinn, der als Dividende an die Aktionäre geht) verdient Ihre Beachtung: Deutlich höher als 50% sollte die Ausschüttungsquote nicht sein. Schließlich muss das Unternehmen auch noch Geld für Investitionen zur Verfügung haben. Eine zu hohe Ausschüttungsquote reduziert auch die Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Dividendenerhöhungen.

Für bequeme Anleger: Dividenden-Fonds und ETFs

Wenn Sie keine Zeit oder Lust haben, sich die Rosinen unter den Dividendenwerten selbst heraus zu picken, aber trotzdem von hohen Dividenden profitieren möchten, bietet sich eine Fondslösung an.

Damit investieren Sie breit gestreut in eine Vielzahl von Einzelwerten und reduzieren so Ihr Risiko. Neben einer Vielzahl aktiv gemanagter Dividendenfonds kommen hier auch kostengünstige Indexfonds (ETFs) in Frage.

Wenn Sie einen kostengünstigen Fonds mit quartalsweiser Ausschüttung suchen, ist beispielsweise der iShares Stoxx Global Select Dividend 100 einen Blick wert. Hier investieren Sie mit 0,45% Jahresgebühr zu einem Bruchteil der Kosten eines aktiv gemanagten Dividendenfonds breit gestreut in weltweite Dividendenwerte.

7. April 2016

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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