Invest Messe Stuttgart, von 05. bis 06. April 2019

Ein unterschiedliches Bild bei den Büroausstattern

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Während die Geschäfte bei Edding und BIC ausgesprochen gut laufen, kämpft Staples mit Umsatzrückgängen. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Bei den Büroausstattern zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Während die Geschäfte bei Edding und BIC ausgesprochen gut laufen, kämpft Staples mit Umsatzrückgängen, insbesondere im internationalen Geschäft.

Für Investoren ein trauriges Kapitel, denn mittlerweile hat der Aktienkurs von Staples das Niveau von 2003 erreicht. Um dem entgegenzuwirken stehen jetzt eine Reihe von Umstrukturierungen und ein Kostensenkungsplan ganz oben auf der Agenda.

Staples erfindet sich neu

Die Einzelhandelsaktivitäten und das Onlinegeschäft werden zusammengelegt, die Aktivitäten neu strukturiert und das internationale Geschäft reorganisiert.

Dabei wird auch nicht vor Veränderungen im Management halt gemacht. Der Kostensenkungsplan soll bis 2015 rund 250 Mio $ an Einsparungen erzielen.

In den USA werden 30 Filialen geschlossen sowie 30 Standorte verkleinert. In Europa werden bis Ende des Geschäftsjahres 2012 weitere 45 Geschäfte geschlossen. Schließlich nimmt Staples ein Rebranding seiner australischen Aktivitäten vor.

Klingt alles ganz plausibel und macht Sinn, hat aber einen bitteren Beigeschmack. Das alles kostet zunächst mal Geld und wird sowohl das 3. Quartal als auch das Jahresergebnis 2012 belasten.

Schwacher Markt für Magazinpapiere

Mit den aktuellen Preisen für Magazinpapiere sind die Hersteller unzufrieden. Angebot und Nachfrage regeln den Preis und solange ein Überangebot besteht, erhöht sich der Preisdruck und, die Margenerosion setzt sich fort.

Stora Enso reagierte auf die Nachfrageschwäche mit einer Produktionskürzung.

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Zwar wird für 2013 mit einer Erholung gerechnet, aber nicht mit Wachstum im europäischen Bedarf an Magazinpapieren.

Vor diesem Hintergrund wird offen über eine mögliche Konsolidierung diskutiert. Kapazitätsanpassungen in Form von Werksschließungen, wie sie im Segment Zeitungspapier vorgenommen wurden, sind nicht mehr ausgeschlossen. Spekuliert wird über das UPM-Werk Stracel.

Expansion in Wachstumsmärkte

Während in den gesättigten Märkten Westeuropas die Papiernachfrage eher rückläufig ist, verlagern die Papierhersteller ihre Expansion in zukunftsträchtigere Absatzmärkte.

So will UPM seine Kapazitäten im chinesischen Feinpapierwerk Changshu ausbauen und plant den Bau einer neuen Papiermaschine (PM) mit einer Produktionskapazität von 360.000 Tonnen pro Jahr.

Die neue PM wird holzfreies Naturpapier sowie Etikettenrohpapiere produzieren und soll Ende 2014 an den Start gehen. Das Investitionsvolumen inklusive der Modernisierung der Infrastruktur in Changshu beziffert UPM mit rund 390 Mio €.

Mayr-Melnhof setzt seine Expansion strategiegemäß in Lateinamerika fort. Die Sparte Packaging hat den restlichen Anteil von 30% am chilenischen Faltschachtelerzeuger Marinetti erworben und hält damit 100% der Anteile an der Gesellschaft.

Am größten kolumbianischen Faltschachtelerzeuger Gráficas Los Andes hat sich MM einen Anteil von 20% gesichert.

Dem dynamischen Wachstum entsprechend errichtet MM ein hochmodernes Faltschachtelwerk in Polen. Es ist der dritte polnische Verpackungsstandort. Der Produktionsstart ist für Januar 2013 geplant.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.