Einhell-Aktie nach Zahlen und Ausblick mit Sprung nach oben

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Der Werkzeugbauer und Gartengeräte-Spezialist Einhell hat gute Zahlen vorgelegt und einen positiven Ausblick gegeben. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Zuletzt habe ich Ihnen an dieser Stelle vor einigen Monaten über den Gartengeräte-Spezialisten Einhell berichtet. Die Einhell-Aktie hatte sich über einige Monate alles andere als erfreulich entwickelt. Das lag vor allem an der allgemeinen Marktschwäche und an einer Gewinnwarnung. Der daraus resultierende Kursabschlag war jedoch maßlos übertrieben.

Heute möchte ich mit Ihnen unter anderem auf die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 eingehen, die ganz offensichtlich deutlich besser ausgefallen sind, als vom Markt zuvor erwartet, denn die Einhell-Aktie legte am Tag der Zahlenvorlage um satte 13% zu. Darüber hinaus sollen Sie noch etwas über das Geschäftsmodell des Unternehmens erfahren.

Das Geschäftsmodell der Einhell AG

Das Unternehmen Einhell wurde im Jahr 1964 von Josef Thannhuber gegründet. Die Familie Thannhuber hält bis heute die Mehrheit der nicht-börsennotierten Stammaktien des Unternehmens. Einhell ist ein führender Anbieter von Motorwerkzeugen und Gartengeräten für private Konsumenten.

Die Produkte des Unternehmens werden unter der Marke Einhell und als Eigenmarken der Händler vertrieben. Die Wertschöpfung liegt dabei in der Produktentwicklung, der Qualitätskontrolle und dem Vertrieb, sowie dem Service.

Die Produktion der Geräte wird durch externe Fabriken in China bewerkstelligt. Die Hauptkunden von Einhell sind Baumärkte, Fachhändler und E-Commerce-Anbieter (also Internet-Händler). Darüber hinaus verkauft Einhell einen Teil der Produkte an Discounter.

Besonders spannend finde ich, dass die elektronischen Werkzeuge von Einhell alle mit ein und demselben Akku betrieben werden können. Das führt zu einer höheren Kundenbindung.

Gute Zahlen für 2018

Kommen wir nun zu den jüngsten Zahlen: Einhell teilte vor wenigen Tagen mit, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 gemäß vorläufiger Zahlen um 4,4% auf 577,9 Mio. Euro gestiegen ist. Der Vorsteuergewinn (EBT) stieg von 35,7 Mio. Euro auf 36,2 Mio. Euro.

Die Vorsteuermarge (EBT-Marge) lag damit bei 6,3% (nach 6,5% im Vorjahr). Der Nettogewinn kletterte von 21,2 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro (+22,6%) und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

Der Gewinn je Aktie kletterte von 5,60 Euro auf 6,90 Euro. Die Dividende soll von 1,34 Euro im Vorjahr auf 1,40 Euro angehoben werden. Ebenfalls sehr positiv ist, dass das Familienunternehmen Einhell mit einer Eigenkapitalquote von 53% nach wie vor über eine sehr solide Bilanzstruktur verfügt.

Positiver Ausblick

Für das laufende Jahr wird eine Steigerung der Umsätze auf ca. 605 Mio. Euro und der Vorsteuermarge (EBT-Marge) auf 6,6% erwartet.

Daraus würde sich ein Gewinn je Aktie von deutlich über 7 Euro ergeben, was wiederum bedeutet, dass die Einhell-Aktie aktuell nur auf ein einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) kommt.

Für ein solide geführtes Familienunternehmen, das in einem nicht hochgradig zyklischen Geschäft unterwegs ist, ist eine solche Bewertung meines Erachtens zu niedrig.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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