Einhell: Corona-Profiteur mit guten Vorabzahlen

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Der Gartengeräte-Spezialist und Corona-Profiteur Einhell konnte beim Umsatz 2020 deutlich zulegen und blickt optimistisch in die Zukunft. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Im November hatte ich Ihnen an dieser Stelle bereits von dem deutschen Corona-Profiteuer Einhell berichtet. Das Unternehmen hat heute gute Vorabzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 vorgelegt und einen ersten Ausblick auf 2021 gegeben. Bevor ich gleich im Detail darauf eingehe, zunächst ein kurzes Unternehmensprofil.

Führender Anbieter von Gartengeräten

Einhell ist ein führender Anbieter von Motorwerkzeugen und Gartengeräten für private Konsumenten. Die Produkte des Unternehmens werden unter der Marke Einhell und als Eigenmarken der Händler vertrieben. Die Wertschöpfung liegt dabei in der Produktentwicklung, der Qualitätskontrolle und dem Vertrieb, sowie dem Service.

Die Produktion der Geräte wird durch externe Fabriken in China bewerkstelligt. Die Hauptkunden von Einhell sind Baumärkte, Fachhändler und E-Commerce-Anbieter (also Internet-Händler). Darüber hinaus verkauft Einhell einen Teil der Produkte an Discounter. Besonders vorteilhaft ist, dass die elektronischen Werkzeuge von Einhell alle mit ein und demselben Akku betrieben werden können. Das führt zu einer höheren Kundenbindung.

Einhell hat von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie profitiert. Die Menschen haben mehr Zeit im heimischen Garten verbracht und teilweise auch das Geld, das nicht für den Urlaub ausgegeben wurde, in Gartengeräte investiert. Das zeigen auch die jüngsten Zahlen.

Starke Geschäftsentwicklung im Jahr 2020

Einhell konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 3. Mal in Folge einen Rekordumsatz erzielen. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2020 beträgt gemäß vorläufiger Zahlen zwischen 720 und 725 Mio. Euro gegenüber 605,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das bedeutet ein Plus von bis zu 19,7%. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

Für das Geschäftsjahr 2021 plant das Unternehmen mit einem stabilen Umsatz oder einer kleinen Steigerung um bis zu 3%. Die Vorsteuermarge (EBT-Marge) soll bei 7,0% liegen.

Die Prognose beinhaltet jedoch größere Unsicherheiten, vor allem bedingt durch die Corona-Pandemie. Es ist nur schwer absehbar, ob und wie sich die aktuellen und möglichen künftigen Ausgangssperren auf die Vertriebskanäle in den einzelnen Regionen auswirken, so das Unternehmen. Daneben könnte auch die Warenbeschaffungsseite negativ beeinflusst werden.

Das Einhell-Management ist jedoch sehr zuversichtlich und stellt sich optimistisch diesen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen. Man geht insbesondere davon aus, dass einige Herausforderungen bei Einhell besser gelöst werden können als bei den Wettbewerbern.

Kampf mit der 100-Euro-Marke

Die Einhell-Aktie entwickelte sich in den vergangenen 12 Monaten mit einem Plus von 56% sehr positiv. Zum Vergleich: Der deutsche Leitindex DAX kommt in diesem Zeitraum nur auf ein Plus von 3,2%. Im Augenblick kämpft die Einhell-Aktie mit der runden 100-Euro-Marke.

Wenn sich die gute operative Geschäftsentwicklung fortsetzt, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Einhell-Aktie die 100-Euro-Marke, die zuletzt 2018 übersprungen wurde, erneut überschreiten kann.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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