Einhell: Das Geschäft brummt

Die mittelständische Einhell Germany AG legt starke Zahlen vor und hebt die eigene Prognose an. Lesen Sie jetzt die Details. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Der in Landau an der Isar ansässige deutsche Mittelständler Einhell hat vor wenigen Tagen Vorabzahlen für das 1. Halbjahr 2017 veröffentlicht und im Zuge dessen seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. An der Börse kamen diese Nachrichten gut an und so setzte die Einhell-Aktie ihren jüngsten Höhenflug fort.

Bevor ich gleich im Detail auf die Vorabzahlen sowie die neue (angehobene) Prognose eingehe, stelle ich Ihnen das Unternehmen Einhell und seine wichtigsten Produkte kurz vor.

Das ist die Einhell AG

Am 2. Juni 1964 gründete Josef Thannhuber die Hans Einhell GmbH und legte damit den Grundstein für die heutige Einhell Germany AG. Das Unternehmen produzierte zunächst in Auftragsfertigung Elektrotechnik. In den folgenden Jahren begann schließlich die Herstellung von Werkzeugen und Gartengeräten für den Heimbedarf in Eigenregie.

Wichtige Produkte waren Batterielade- und Schweißgeräte sowie Gartengrills. Ab den 1970er Jahren gründete das Unternehmen Tochtergesellschaften im europäischen Ausland. Im Jahr 1986 wurde das Unternehmen neu geordnet und am 13. Juni 1987 als Hans Einhell AG an die Börse gebracht. Im Jahr 2008 erfolgte die Umbenennung in Einhell Germany AG.

Heute entwickelt und vertreibt Einhell Lösungen für Heimwerker und Handwerker, fürs Haus, für Garten und Freizeit. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Umsatz von 486 Mio. Euro.

Aktuelle Zahlen und neue Prognose im Überblick

Einhell erzielte nach vorläufigen Zahlen im 1. Halbjahr 2017 einen Umsatz von ca. 280 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 248,8 Mio. Euro. Das bedeutet ein Plus von ca. 12,5%. Der Gewinn vor Steuern beläuft sich auf etwa 19 Mio. Euro (nach 10,9 Mio. Euro im Vorjahr). Das bedeutet ein Plus von ca. 74%. Die Rendite vor Steuern liegt nach 4,4% im Vorjahr bei 6,8%.

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Zum Ausblick teilte das Unternehmen folgendes mit: „Aus heutiger Sicht wird der Konzern im Geschäftsjahr 2017 eine Umsatzsteigerung von ca. 8 bis 10% im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Die Prognose für die Umsatzrendite vor Steuern und vor PPA-Effekten (ca. 1,8 Mio. Euro) wird auf ca. 6% angehoben.“

Weiterhin teilte das Unternehmen mit, dass es „für das verbleibende Geschäftsjahr von einem grundsätzlich sehr positiven weiteren Geschäftsverlauf“ ausgeht. „Die politischen Unwägbarkeiten in verschiedenen Ländern veranlassen aber zu einer vorsichtigen Prognose“.

Soll heißen: Wenn alles normal läuft, dürfte die aktuelle Prognose im Jahresverlauf noch einmal angehoben oder schlussendlich übertroffen werden. Die Einhell-Aktie legte jedoch in den vergangenen 4 Monaten bereits um rund 75% zu.

Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18 ist die Aktie auch auf dem aktuellen Niveau noch nicht überteuert. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, bei dieser Aktie einzusteigen, sollten Sie sich aber mental auf kurzzeitige, größere Rücksetzer einstellen, da diese nach einem solch steilen Anstieg durchaus normal sind.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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