Einhell profitiert von Corona-Maßnahmen

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Der Gartengeräte-Spezialist Einhell hat zuletzt starke Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen profitiert unter anderem von den Corona-Maßnahmen. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen hier im Schlussgong ein weiteres Unternehmen vorstellen, das sich im Rahmen des Deutschen Eigenkapitalforums präsentiert hat. Dabei handelt es sich zumindest in Teilen um einen Corona-Profiteur.

Die Rede ist von der Einhell Germany AG. Das Unternehmen wurde im Jahr 1964 von Josef Thannhuber gegründet. Die Familie Thannhuber hält bis heute die Mehrheit der nicht-börsennotierten Stammaktien des Unternehmens und sichert so die Kontrolle ab. An der Börse notieren die stimmrechtslosen Vorzugsaktien des Unternehmens.

Einhell ist ein führender Anbieter von Motorwerkzeugen und Gartengeräten für private Konsumenten. Die Produkte des Unternehmens werden unter der Marke Einhell und als Eigenmarken der Händler vertrieben. Die Wertschöpfung liegt dabei in der Produktentwicklung, der Qualitätskontrolle und dem Vertrieb, sowie dem Service.

Die Produktion der Geräte wird durch externe Fabriken in China bewerkstelligt. Die Hauptkunden von Einhell sind Baumärkte, Fachhändler und E-Commerce-Anbieter (also Internet-Händler). Darüber hinaus verkauft Einhell einen Teil der Produkte an Discounter.

Besonders vorteilhaft ist, dass die elektronischen Werkzeuge von Einhell alle mit ein und demselben Akku betrieben werden können. Das führt zu einer höheren Kundenbindung.

Einhell hat – wie schon geschrieben – im laufenden Jahr von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie profitiert. Die Menschen haben mehr Zeit im heimischen Garten verbracht und teilweise auch das Geld, das in diesem Jahr nicht für den Urlaub ausgegeben wurde, in Gartengeräte investiert. Das zeigen auch die jüngsten Zahlen.

Starkes Umsatzwachstum und Rekordbetriebsergebnis

Einhell erzielte im Zeitraum Januar bis September 2020 einen Umsatz von 529,6 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 14% zum Vorjahr. Das Unternehmen hatte zuletzt Anfang Oktober seine Prognose zum Jahresende erhöht und rechnet mit einem Jahresumsatz von 670 Mio. Euro, sowie einer Rendite vor Steuern von ca. 6,5%.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt nach den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres 37,4 Mio. Euro nach zuvor 26,6 Mio. Euro. Das ist ein sattes Plus von 41%. Die gute Ertragslage lässt sich sowohl auf den Boom in der DIY-Industrie (DIY = Do it yourself) zurückführen, als auch auf die positive Entwicklung der Marke Einhell selbst.

„Der Geschäftsverlauf in diesem Jahr hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Einhell hat sich schnell und flexibel an die gegebenen Rahmenbedingungen angepasst. Die Corona Krise hat der gesamten Belegschaft viel abverlangt, aber wir haben diese Herausforderung gemeinsam im Team mit Bravour gemeistert “, so Einhell-Chef Andreas Kroiss.

Einhell-Aktie im Fokus

Die Einhell-Aktie entwickelte sich in den vergangenen 12 Monaten mit einem Plus von rund 50% sehr positiv. Zum Vergleich: Der deutsche Leitindex DAX kommt in diesem Zeitraum auf ein Ergebnis von +/- Null. Seit dem Corona-Tief im März legte die Einhell-Aktie sogar um 120% zu.

Wenn sich die gute operative Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres fortsetzt, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Einhell-Aktie die 100-Euro-Marke, die zuletzt 2018 überschritten wurde, zurückerobern kann.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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