Einhell: Solide Zahlen und massive Insiderkäufe

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Aktien des mittelständischen Familienunternehmens Einhell gibt es an der Börse derzeit im Sommerschlussverkauf. Erfahren Sie hier warum. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Der mittelständische Gartengeräte-Spezialist Einhell hat kürzlich Zahlen für das 1. Halbjahr 2019 vorgelegt. Zuvor hatte das Unternehmen aber bereits die Prognose für das laufende Jahr etwas zusammenstreichen müssen. Die Börse reagierte meines Erachtens mit deutlich überzogenen Kursabschlägen darauf.

Das scheint auch Einhell-Chef Andreas Kroiss so zu sehen, der nach dem Kursrückgang für einige Hunderttausend Euro Einhell-Aktien gekauft hat. Kroiss hat übrigens auch schon im vergangenen Jahr in die Kursschwäche hinein Einhell-Aktien in einem signifikanten Umfang gekauft. Das ist ein positives Zeichen!

Und Apropos Insiderkäufe: Diesem Thema habe ich mich auch im aktuellen Monatsbericht September meines Börsendienstes Depot-Optimierer gewidmet.

Darin habe ich meinen Lesern ganz ausführlich erläutert, warum aktuell so viele Unternehmens-Insider Aktien der eigenen Unternehmen kaufen und was es mit den sogenannten Insider-Käufen auf sich hat. Außerdem habe ich meinen Lesern zwei Unternehmen vorgestellt, die ich aktuell für sehr spannend halte und bei denen die Insider zuletzt besonders beherzt zugegriffen haben (für siebenstellige Summen).

Kommen wir nun aber wieder zurück zu Einhell. Bevor ich gleich auf die jüngsten Zahlen und die neue Prognose sowie die Perspektiven der Aktie eingehe, stelle ich Ihnen das Unternehmen kurz vor.

Das ist die Einhell AG

Das Unternehmen Einhell wurde im Jahr 1964 von Josef Thannhuber gegründet. Die Familie Thannhuber hält bis heute die Mehrheit der nicht-börsennotierten Stammaktien des Unternehmens. Einhell ist ein führender Anbieter von Motorwerkzeugen und Gartengeräten für private Konsumenten.

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Die Produkte des Unternehmens werden unter der Marke Einhell und als Eigenmarken der Händler vertrieben. Die Wertschöpfung liegt dabei in der Produktentwicklung, der Qualitätskontrolle und dem Vertrieb, sowie dem Service.

Die Produktion der Geräte wird durch externe Fabriken in China bewerkstelligt. Die Hauptkunden von Einhell sind Baumärkte, Fachhändler und E-Commerce-Anbieter (also Internet-Händler). Darüber hinaus verkauft Einhell einen Teil der Produkte an Discounter.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Beim Umsatz ist das Unternehmen auf Kurs, beim Ergebnis liegt man etwas unter den eigenen Erwartungen. Einhell erzielte im 1. Halbjahr 2019 einen Umsatz von 323,0 Mio. Euro. Das bedeutet gegenüber dem bereits sehr starken 1. Halbjahr 2018 eine Steigerung um 4,3%. Der Vorsteuergewinn (EBT) lag per Ende Juni bei 20,3 Mio. Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 23,7 Mio. Euro.

Die Vorsteuerrendite (EBT-Marge) erreichte 6,3% (nach 7,7% im 1. Halbjahr 2018). Für das laufende Jahr rechnet das Einhell-Management aus heutiger Sicht damit, das Umsatzziel von 605 Mio. Euro zu erreichen. Trotz erheblicher Unterstützung der Vertriebsaktivitäten durch unsere Einkaufsgesellschaften in Asien hat sich die Marge aufgrund des Preisdrucks am Markt reduziert, teilt das Einhell-Management weiterhin mit.

Die ursprünglich geplante Rendite vor Steuern in Höhe von 6,6% wird nicht erreicht werden können. Das Unternehmen rechnet nunmehr mit einer Rendite vor Steuern in Höhe von ca. 5,5%. Trotz der niedrigeren Profitabilität ist das Unternehmen nach meinen Berechnungen deutlich mehr wert als das, was Sie aktuell an der Börse zahlen müssen.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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