Einnahmequelle – Möblierte Wohnung, das Für und Wider einer Monteurwohnung

In diesem Beitrag lesen Sie, wo sich eine Monteurwohnung lohnt und was Sie dabei beachten müssen, denn nicht jeder Standort ist für diese Art der Vermietung geeignet. (Foto: Scanrail1 - Shutterstock.com)

Vor einiger Zeit hatten wir schon die Vermietung an Studenten, Geschäftsleute und Senioren als potenzielle Mieter für Wohngemeinschaften oder möblierte Wohnungen betrachtet. Kommen wir heute zu den Monteurzimmern/-wohnungen. Monteurzimmer werden in der Regel zeitweise an Monteure vermietet, die beispielsweise auf Grund eines Auftrages eine temporäre Unterkunft benötigen. Häufig vermieten Pensionen oder einfache Hotels Unterkünfte an Monteure. Aber auch private Vermieter haben diese Zielgruppe als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt.

Wie sieht die Vermietung im Detail aus

Die Vermietung von Monteurzimmern erfolgt in aller Regel pro Person und Nacht. Diese Vermietung erinnert stark an Pensionen oder Hotels. Jedoch werden Monteurzimmer im Allgemeinen als Vermietung von Wohnraum anerkannt, wenn die Vermietung mindestens zwei Monate beträgt. Da die Miete pro Kopf abgerechnet wird, werden Monteurzimmer als Einzelzimmer, aber auch als Doppelzimmer oder sogar mit Mehrfachbelegung pro Zimmer vermietet.

Einfach, aber gut – die Ausstattung

Die Ausstattung von Monteurzimmern ist in der Regel eher einfacher Art. Jedoch ist wie bei der Vermietung an Geschäftsleute auch eine Komplettausstattung unumgänglich. Die Küche sollte zumindest einen Herd, eine Spüle und einen Kühlschrank bieten, so dass eine Selbstversorgung gewährleistet ist. Natürlich sollte ein Bett, ein Schrank, Lampen und alles, was man ansonsten in einem Hotelzimmer vorfindet, vorhanden sein.

Die Lage: meist einfach

Die Vermietung an Monteure wird meist in Betracht gezogen, wenn die Lage der Immobilie eher unattraktiv für den „üblichen“ Mieter ist. Dies ist sicherlich eine zu überlegende Alternative bei Objekten in der Nähe von Industrie- oder Gewerbegebieten. Dabei ist zu beobachten, dass Vermieter bewusst Monteure als Klientel ansprechen und auch eine entsprechende Qualität bieten. Denn im Allgemeinen werden die Wohnungen von Unternehmen angemietet. Diese kommen gerne wieder, wenn die Qualität und Rahmenbedingungen passen.

Auch Monteure haben etwas Anspruch

Natürlich liegt es nahe Wohnungen an Monteure zu vermieten, wenn die Immobilien oder Wohnungen, sagen wir einmal, in einem mäßigen Zustand sind. Dies kann ohne weiteres eine sinnvolle Interimslösung sein. Jedoch keine nachhaltige, da der Zustand eine weitere Verschlechterung erfährt und das Image der Immobilie leidet. Denn die Qualität der möglichen Mieter sinkt mit der Qualität der Wohnungen/Zimmer. Mag sein, dass es einigen Unternehmen egal ist, wie Ihre Monteure „hausen“. Jedoch ist es sicherlich nachhaltiger auch bei Monteurzimmern auf eine gewisse Qualität zu achten.

Nachhaltige Miete?

Die Vermietung von Zimmern an Monteure ist für Wohnungen oder Immobilien in Randlagen von Gewerbe- oder Industriegebieten eine gute Wahl. Hier ist es meist schwierig mit einer konservativen Vermietung hohe Mieten zu erzielen. Zu bedenken bleibt, dass finanzierende Banken die zimmerweise Vermietung nicht als nachhaltige Vermietung betrachten. Daher ist es möglich, dass Banken bei der Bewertung nicht die tatsächlichen Mieten ansetzen, sondern die nachhaltigen konservativen Mieten aus der Standardvermietung.

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Von: Andreas Sell. Über den Autor

Andreas Sell ist heute als Investor, Geschäftsführer verschiedener Grundstücksgesellschaften, Beiratsmitglied einer Münchener Fondsgesellschaft und Autor tätig.