Electronic Arts sorgt für Unterhaltung – auch im Depot

Die Abende werden immer länger und nicht nur die junge Generation zieht es immer mehr vor den Bildschirm oder Fernseher, um Video- und Computerspiele zu spielen.

Dabei wird das Weihnachtsgeschäft der Branche zu einen weiteren Wachstumsschub verhelfen.

Aus diesem Grund schaue ich heute auf das Papier von Electronic Arts. Der Wert gehört zu einem weltweit führenden Hersteller von Unterhaltungs-Software.

Unternehmens-Portrait

Das in Kalifornien ansässige Unternehmen bietet Spiele, Zusatzinhalte und Onlinedienste für internetfähige Spielekonsolen, PCs, Mobiltelefone und Tablets an.

Dabei verfügt der Konzern über 300 Mio. registrierte Spieler auf der ganzen Welt – mit weiter steigender Tendenz, wie die neuesten Zahlen belegen.

Video- und Computerspiele boomen

Alleine in Deutschland stieg der Umsatz mit Computer- und Videospielen im 1. Halbjahr um 10% auf 971 Mio. €.

Gezählt wurde dafür der Umsatz mit Spielen zum Kauf entweder auf Datenträgern oder als Download sowie Abo-Gebühren und Mikrotransaktionen für virtuelle Güter und Zusatzinhalte, teilte der Branchenverband BIU mit.

Demnach ist ein Ende dieses Booms nicht abzusehen.

Quartalszahlen fielen verhalten aus

Im vergangenen Quartal spielten insgesamt über 43 Mio. Gamer neue Spiele von Electronic Arts.

Zwar fielen dabei die Quartals-Ergebnisse eher verhalten aus – Überraschungen gab es nicht und ohnehin ist das Sommerquartal das schwächste im Gesamtjahr – doch auf die nächsten Zahlen darf man sich schon jetzt freuen.

Die großen Neuheiten – wie beispielsweise Fifa 17 und die anderen Highlights wie Battlefield 1 und Titanfall 2 werden dann in den Ergebnissen berücksichtigt und dürften für ein deutliches Ergebnisplus sorgen.

Inzwischen setzt Electronic Arts zudem vermehrt auf Digital-Verkäufe. Insgesamt 63% des Ergebnisses (entspricht 566 Mio. Dollar) erzielte EA per Download. Jedoch wächst dieses Segment derzeit lediglich um 4%.

Am schnellsten in diesem Sektor wächst der Bereich der Mobile Games – auch hier zeigt der Konzern Stärke und kann sich dem veränderten Spiel- und Nutzungsverhalten der Nutzer anpassen.

Starke Kursentwicklung in den vergangenen Jahren

Die Aktie befindet sich seit Mai in einem (fast) intakten Aufwärtstrend. Allerdings stieß der Wert zuletzt mehrfach an dem Widerstand bei rund 86 US-Dollar an und konnte diese Marke nicht überwinden.

Eine Seitwärts-Bewegung war die unmittelbare Folge. Bei etwas längerfristiger Betrachtung ist der Aufwärtstrend jedoch intakt: In den vergangenen vier Jahren vervierfachte sich der Aktienkurs.

Aktie hat Potenzial nach oben

Sollte das alte Hoch übertroffen werden, wäre dies ein starkes charttechnisches Kaufsignal. Auch fundamental besteht für die Aktie noch Luft nach oben.

Denn aufgrund der guten Wachstumsaussichten erscheint das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 noch längst nicht überteuert.

Eine gewisse Risikobereitschaft sollten Sie als Anleger bei Electronic Arts allerdings schon mitbringen:

Wie die Kursentwicklung im Jahr 2008 mit über 70% Kursverlust gezeigt hat, ist die Aktie nichts für schwache Nerven.

14. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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