Elektroautos: Hersteller aus Deutschland fahren hinterher

Elektroautos könnten die Zukunft darstellen. Die großen deutschen Hersteller ihren Konkurrenten aus Asien derzeit hinterher. (Foto: Tadeas Skuhra / Shutterstock.com)

Beim Thema Elektroauto haben die Asiaten die Nase vorn. Als erster großer Hersteller hat Nissan sein Elektroauto bereits auf den Markt gebracht. Der Vorsprung der Asiaten ist allerdings keine Garantie auf steigende Aktienkurse.

Selbst wenn es noch einige Jahre dauern dürfte, bis die Massenfertigung bei den großen Autoherstellern beginnt, steht heute schon fest, dass es weltweit ein Riesengeschäft wird.

Dementsprechend will jeder mit von der Partie sein: Jeder große Autohersteller arbeitet derzeit fieberhaft an Modellen mit elektrischem Antrieb. Denn hier liegt ganz klar die Zukunft der Automobilbranche.

Nach einer neuen Studie des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen hinken die großen deutschen Hersteller ihren Konkurrenten aus Japan, China und Korea derzeit hinterher.

Warum Elektroautos?

Die Vorteile von Elektroautos liegen auf der Hand. Sie brauchen sich nie mehr über den teuren Benzinpreis ärgern, sondern laden Ihren PKW einfach preisgünstig zu Hause auf. In Kombination mit einer Solaranlage reduzieren Sie Ihre laufenden „Spritkosten“ sogar auf null.

Nach Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung reicht bereits eine 20 Quadratmeter große Anlage für 12.000 km pro Jahr aus. Und natürlich schonen Elektroautos die Umwelt.

Elektroautos: Hersteller Daimler noch am Besten

Am weitesten in der Entwicklung zum Elektroauto ist nach Ansicht von Studienleiter Professor Ferdinand Dudenhöffer noch Daimler.

Die Stuttgarter haben mit dem Smart und dem Joint-Venture mit Evonik die größte Kompetenz in Sachen Batterien erworben. Daimler hat für 2012 ein Elektroauto angekündigt, Volkswagen und BMW folgen 2013.

Nissan bringt das 5-Mrd.-Dollar-Elektroauto an den Start

Wesentlich weiter ist Nissan. Bereits im Dezember lieferten die Japaner erste Exemplare des Elektroautos „Leaf“ in die USA aus. In Deutschland wird der Leaf voraussichtlich Ende des Jahres zu haben sein, vorher bedient Nissan die Märkte, in denen Elektroautos vom Staat subventioniert werden.

Das Auto, das gerade die renommierte „Auto des Jahres“-Auszeichnung gewonnen hat, kann sich sehen lassen: Mit einer Länge von stattlichen 4,45 Metern und vier Türen könnte er von außen glatt als normaler Kompaktklasse-Wagen durchgehen.

Der Elektromotor schafft 109 PS und beschleunigt auf bis zu 145 km/h – dann wird das Tempo mit Rücksicht auf die Reichweite von 160 km abgeriegelt. Die Betriebskosten fallen konkurrenzlos günstig aus: Für 100 km benötigt der Leaf nicht einmal 2 Euro Strom.

Nissan setzt alles auf den Elektroauto-Boom: Mit 5 Mrd. US-Dollar Entwicklungskosten geht das Unternehmen mit dem Leaf und den geplanten drei weiteren Modellen ein gewaltiges Risiko ein.

Wird das erste serienreife Elektroauto eines großen Herstellers ein Flop, muss der Konzern um seine Existenz bangen. Dementsprechend riskant fällt ein Investment in die Nissan-Aktie derzeit aus.

Aktien von Elektroauto-Zulieferern interessanter

Nissan besitzt derzeit gegenüber der Konkurrenz sicherlich einen spürbaren Vorsprung, geht aber auch das größte Risiko ein. Daher: Setzen Sie lieber auf die Zulieferer: Wer auch immer das Rennen um die besten Elektroautos macht, er wird mehr denn je auf den Einkauf hochwertiger Komponenten angewiesen sein.

Ein Investment in Elektroauto-Zulieferer, etwa die Hersteller von unverzichtbaren Lithium-Ionen-Batterien, ist die bessere Wahl, denn ohne leistungsstarke Energiespeicher wäre ein Elektroauto-Boom unmöglich.

Dank des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden diese Batterien immer leistungsstärker (was die Reichweite der Autos erhöht) und kostengünstiger. Eine Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien ist nicht in Sicht. Sie sind ein unerlässlicher Baustein des Elektroauto-Booms.

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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